Auf dem Digital‑Gipfel der Bundesregierung in Berlin diskutierte Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer heute unter dem Leitmotiv "Shaping AI: safe, sovereign, competitive" unter anderem mit Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, über die Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) für höhere Produktivität, die Transformation der Arbeitswelt und die Befähigung von Unternehmen und Beschäftigten zum Einsatz der Technologie.
Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass alle Menschen vom Fortschritt durch KI und andere Technologien profitieren – auch materiell. Produktivitätsgewinne durch KI sind kein Automatismus. Wir wollen den Wandel durch KI so gestalten, dass menschliche Arbeit produktiver und besser wird und neue Arbeitsplätze entstehen. Hierfür setzt das BMAS mit Mitteln aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität Maßnahmen auf, um Unternehmen und Beschäftigte ganz konkret zu unterstützen. Ziel ist, dass KI für mehr Produktivität sorgt und dabei den Beschäftigten nützt, statt sie zu ersetzen.
Qualifizierung, Weiterbildung, Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten sind dabei genauso wichtig wie technologische Investitionen. Die Menschen müssen wissen, wie sie KI sicher und verantwortungsvoll einsetzen können. Beschäftigte brauchen die nötigen Kompetenzen, um KI souverän an ihrem Arbeitsplatz einzusetzen. Das darf weder vom Geldbeutel noch vom Arbeitgeber abhängen. Deshalb machen wir den Einstieg in die KI für alle kostenlos möglich: Mit Online-Kursen, die vom schnellen Überblick bis zum vertieften Lernen reichen. So geben wir Beschäftigten und allen Interessierten das Rüstzeug, KI zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und selbstbestimmt zu nutzen. Los geht es mit den KI-Kursen Anfang 2027.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) bietet ab Anfang 2027 ein kostenfreies Online-Lernangebot an, mit dem Beschäftigte und alle Interessierten ein grundlegendes Verständnis für Künstliche Intelligenz (KI) erwerben können. KI verändert die Arbeit in immer mehr Berufen, im Büro genauso wie in der Werkstatt oder in der Pflege. Wer die Technologie sicher und kompetent einsetzt, hat oft bessere Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Sie kann Beschäftigte entlasten und Betriebe produktiver machen. Damit diese Chancen bei allen ankommen, darf KI-Kompetenz weder vom Geldbeutel noch vom Arbeitgeber abhängen. Geplant sind KI-Kurse für verschiedene Zielgruppen, vom schnellen Überblick bis zum vertieften Lernen. Sie sollen Grundkenntnisse vermitteln, um KI zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und selbst zu nutzen.
Grundlage ist der international bekannte Kurs "Elements of AI", den der finnische Bildungsanbieter MinnaLearn und die Universität Helsinki entwickelt haben. Weltweit haben sich bereits mehr als 2,3 Millionen Menschen dafür angemeldet. Das BMAS setzt das Projekt gemeinsam mit diesen beiden Partnern und der Servicestelle Weiterbildungsagenturen beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) um. Das Angebot soll in die Nationale Weiterbildungsstrategie eingebunden werden. Die Kurse werden ab Anfang 2027 schrittweise auf der Website der Servicestelle für Weiterbildungsagenturen verfügbar sein.
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat bereits im Jahr 2020 mit dem Observatorium Künstliche Intelligenz in Arbeit und Gesellschaft (KI-Observatorium) ein wichtiges Instrument geschaffen, um die soziale Dimension der Transformation und insbesondere die Auswirkungen von KI auf Arbeit und Gesellschaft zu analysieren, zu diskutieren und zu gestalten. Die Erkenntnisse aus zahlreichen Forschungs- und Praxisprojekten fließen fortwährend in die Arbeit der Bundesregierung zu KI ein.