Zwei Tage lang haben sich die Vertreter*innen des ESF Plus-Programms "MY TURN – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch" über Erfolge und Perspektiven der Arbeitsmarktintegration zugewanderter Frauen ausgetauscht. Rund 200 Teilnehmende aus fast allen 59 MY-TURN-Projekten und aus Arbeitsverwaltung, Wissenschaft und Partnerorganisationen kamen dafür in Berlin zusammen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). In ihrem Grußwort betonte sie:
Frauen mit Migrationserfahrung bringen viel Potenzial für den Arbeitsmarkt mit – zum Teil muss dieses erst freigelegt werden. MY TURN zeigt, wie dies durch eine zielgerichtete Förderung gelingen kann und verbindet damit erfolgreich Arbeitsmarkt-, Gleichstellungs- und Integrationspolitik.
Den zweiten Tag eröffnete Natalie Pawlik, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus.
Für viele Frauen mit Einwanderungsgeschichte ist der Weg in den Arbeitsmarkt noch immer mit besonderen Hürden verbunden von fehlender Kinderbetreuung und Sprachbarrieren über die Anerkennung von Berufsabschlüssen bis hin zu eingeschränkter Mobilität und Diskriminierung. Wenn wir ihre Chancen auf Qualifizierung und gute Arbeit verbessern wollen, müssen wir diese strukturellen Hürden abbauen und passgenaue Unterstützung anbieten. Genau hier setzt MY TURN an: Das Programm eröffnet Perspektiven, stärkt Frauen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt und hilft dabei, vorhandene Potenziale besser zu nutzen.
Über „MY TURN – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch“
Das ESF Plus-Bundesprogramm "MY TURN – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch" verbessert die Bildungsteilhabe und Arbeitsmarktchancen von (formal) geringqualifizierten Frauen mit eigener Migrationserfahrung nachhaltig. Damit leistet MY TURN einen bedeutenden Beitrag zur Integration und zugleich zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in Deutschland.
MY TURN wirkt! Die Zahlen des Monitorings belegen den Erfolg: Bislang sind rund 35.000 Frauen in das Programm eingetreten. Über 22.000 Frauen haben es bereits wieder verlassen, davon haben mehr als 40 Prozent eine Beschäftigung oder Ausbildung aufgenommen oder streben einen Schulabschluss an. Knapp 80 Prozent der neu aufgenommenen Beschäftigungsverhältnisse sind sozialversicherungspflichtig.
Das Programm "MY TURN – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch" wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF Plus) ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung von Beschäftigung und sozialer Integration in Europa. Deutschland erhält in der ESF Plus-Förderperiode 2021-2027 rund 6,56 Mrd. Euro. Davon fließen rund 2,22 Mrd. Euro in das ESF Plus-Bundesprogramm und rund 4,34 Mrd. Euro in die ESF Plus-Aktivitäten der Bundesländer.