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Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Die G20

Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich 2008/2009 die Gruppe der Zwanzig (G20) als das zentrale Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit der zwanzig bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer etabliert.

Zwei Hände halten eine kleine Weltkugel

Überblick
Die "Gruppe der Zwanzig" (G20) ist ein seit 1999 bestehender informeller Zusammenschluss aus 19 Staaten und der Europäischen Union. Neben Deutschland sind dies: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexico, Russland, Saudi Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Auf Grund der informellen Strukturen spielt die jeweilige G20-Präsidentschaft eine besonders wichtige Rolle, in ihren Händen liegen die Organisation sowie die Agenda des Gipfels. 2011 hat Frankreich sowohl die G20- als auch die G8-Präsidentschaft inne.

Die G20-Staaten repräsentieren rund 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), 80 Prozent des Welthandels und rund zwei Drittel der Weltbevölkerung.

Entstehung der G20
Als Reaktion auf die Finanzkrise der neunziger Jahre in Asien wurde 1999 die Einrichtung der G20 als Gruppe der Finanzminister und Notenbankchefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in einem Treffen der G7-Finanzminister beschlossen. Das Gründungstreffen fand im Dezember 1999 in Berlin unter deutschem Vorsitz statt.

Im Jahre 2008 fand angesichts der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise das erste Gipfeltreffen der G20 auf Ebene der Staats- und Regierungschefs in Washington statt. Laut Beschluss der Staats- und Regierungschefs der G20 vom September 2009 in Pittsburgh ist die G20 das zentrale Forum für die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit der bedeutendsten Industrie- und Schwellenländer.

Arbeits- und Sozialpolitik bei den G20
Die G20 beschäftigt sich besonders mit Problemstellungen, die im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise entstanden sind. Teilweise werden deshalb Fachdiskussionen, die vormals bei den G8 eine Rolle spielten, im Rahmen der G20 geführt. So hat der G20 Gipfel in Pittsburgh das erste G20 Arbeitsministertreffen einberufen und in seiner Erklärung "die Bedeutung eines beschäftigungsorientierten Rahmens für künftiges wirtschaftliches Wachstum", mit dem Ziel "die soziale Dimension der Globalisierung voranzubringen", hervorgehoben.

Die Gipfelerklärung von Pittsburgh betonte "Hochwertige Arbeitsplätze stehen im Mittelpunkt der Erholung" und beauftragte die G20 Arbeitsminister damit "die Entwicklung der Situation auf dem Arbeitsmarkt zu bewerten, Berichte der ILO und anderer Organisationen über die Wirkung der ergriffenen Maßnahmen zu prüfen, darüber Bericht zu erstatten, ob weitere Maßnahmen erstrebenswert sind, und mittelfristige Beschäftigungs- und Qualifizie­rungsstrategien und Programme der sozialen Sicherung ebenso zu prüfen wie bewährte Verfahren, mit denen sichergestellt werden soll, dass Arbeitnehmer bereit sind, die Fortschritte in Wissenschaft und Technik für sich zu nutzen."

Das erste Treffen der G20 Arbeitsminister erfolgte im April 2010 unter US-amerikanischem Vorsitz in Washington. Die G20 als zentrales Forum für wirtschaftspolitische Fragen haben mit der Diskussion sozial- und arbeitsmarktpolitischen Themen eine wichtige Komponente hinzugewonnen. Dies stärkt insbesondere den kohärenten Lösungsansatz der G20 demnach Arbeits- und Sozialpolitik gleichberechtigt mit Wirtschafts- und Finanzpolitik berücksichtigt wird.

Die aktuelle französische G20 Präsidentschaft hat "Beschäftigung und die soziale Dimension der Globalisierung" zu einer ihrer sechs Prioritäten erklärt. Vom 26. bis 27. September 2011 hat Frankreich in Paris das zweite G20 Arbeitsministertreffen ausgerichtet. Auf der Agenda standen Themen wie Beschäftigung, Soziale Sicherung, Arbeits- und Sozialrechte sowie Politikkohärenz. Neben dem G20 Arbeitsministertreffen werden sich in 2011 auch die  G20 Finanz-, Agrar- und Entwicklungsminister zu Fachkonferenzen treffen.

Infos zum Artikel:

Stand: 04.08.2011

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