Europäischer Sozialfonds
Seit 50 Jahren fördert Europa mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik in den Mitgliedstaaten der EU.
Der ESF hilft den Menschen in Deutschland und in Europa, ihr Bildungsniveau und ihre Qualifikationen zu verbessern und damit ihre berufliche Chancen zu erhöhen. Davon profitieren insbesondere Arbeitslose, Auszubildende, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Gründerinnen und Gründer. Der ESF ist damit das wichtigste arbeitsmarktpolitische Förderinstrument der Europäischen Union.
Welche Herausforderungen kommen auf uns zu?
Die Folgen des demografischen Wandels werden spürbar – mit gravierenden Auswirkungen für den Arbeitsmarkt. In den nächsten zehn Jahren werden in Deutschland bis zu fünf Millionen Arbeitskräfte fehlen. Außerdem führen der technologische Wandel und die Internationalisierung der Arbeitswelt dazu, dass die Anforderungen an die Qualifikation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer stärker steigen. Dies bedeutet, dass jeder sein Bildungsniveau und seine Qualifikationen immer auf den letzten Stand bringen und fähig sein muss, sich an neue Arbeitsweisen anzupassen.
Welche Aktivitäten werden vom ESF unterstützt?
Der ESF hilft Menschen durch:
- die Bereitstellung von Ausbildung und Umschulung,
- die Verbesserung von Qualifikationen,
- Karriereentwicklung und
- die Förderung unternehmerischer Initiative.
Der ESF hilft jungen und alten Menschen, ob sie nun Arbeit haben oder einen Job suchen. Besonderes Gewicht legt der ESF auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen und die Vermeidung jeglicher Art von Diskriminierung. Daher kümmert sich der ESF besonders um diejenigen, die Gefahr laufen, aus dem Arbeitsmarkt ausgegrenzt zu werden, wie z.B. Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen, Migranten und Migrantinnen und Minderheiten.
Wozu dienen die Mittel des ESF?
Für Deutschland werden aus dem ESF von 2007 bis 2013 insgesamt 9,38 Milliarden Euro bereitgestellt. Das Geld soll in Deutschland dazu beitragen, die Ziele der Europäischen Union zu erreichen. Im Rahmen der Strategie Europa 2020 sollen mit der Europäischen Beschäftigungsstrategie in der gesamten EU mehr und bessere Jobs geschaffen werden.
Die ESF-Mittel verteilen sich zu knapp 40 Prozent auf das ESF-Programm des Bundes und zu gut 60 Prozent auf die 17 Länderprogramme. Und weil es das Geld aus Brüssel nur gibt, wenn ein Teil der Kosten für die Projekte von den Mitgliedsstaaten selber getragen wird (Kofinanzierung), stehen durch den ESF in den nächsten sieben Jahren insgesamt fast 16 Milliarden Euro zusätzlich für Beschäftigte, Arbeitsuchende und Unternehmen in Deutschland bereit.
Die Bundesregierung hat zur Erreichung der Ziele ein eigenes Programm entwickelt - "das Operationelle Programm des Bundes für den Europäischen Sozialfonds" (OP). Die einzelnen Bundesländer setzen ihre ESF-Mittel in eigenen Förderprogrammen um.
Das ESF-Bundesprogramm verfolgt folgende Ziele:
- Erhöhung der Erwerbstätigkeit, insbesondere von Frauen
- Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung
- Senkung der Langzeitarbeitslosigkeit
- Erhöhung der Chancen der jungen Generation
Hier finden Sie Informationen zu den aktuellen Förderprogrammen:
