Nordamerikanische Grippe und Arbeitsschutz in Pandemiesituationen
ABAS-Beschluss 609 anwendbar bei Erkrankungen durch das neue Influenza A H1N1 Virus
Derzeit werden aus Mexiko und den USA Grippeerkrankungen bei Menschen gemeldet, die auch zu Todesfällen führten. Als Erreger wurde ein Influenza A Virus vom Subtyp H1N1 identifiziert, das den bei Schweinen vorkommenden Influenzaviren ähnelt, aber nach den vorliegenden Erkenntnissen ein neues, bisher unbekanntes, von Mensch zu Mensch übertragbares Virus ist.
Eine weltweite Verbreitung des neuen Virustyps - und damit die Gefahr eine Pandemie - kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. In einem solchen Fall wären insbesondere Beschäftigte im Gesundheits- und Rettungsdienst durch ihren Beruf besonders gefährdet. Im Rahmen der bereits länger laufenden Pandemieplanung hat der Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe, der das BMAS u.a. in Fragen der Arbeitsschutzes bei Infektionsgefährdung berät, in seiner Herbstsitzung 2006 den Beschluss 609 "Arbeitsschutz beim Auftreten nicht impfpräventabler Influenza unter besonderer Berücksichtigung des Atemschutzes" verabschiedet. Dieser Beschluss ist auch in Fällen von tatsächlichen oder vermuteten Infektionen mit dem Erreger der sog. Schweinegrippe anzuwenden. Der Beschluss wurde vom BMAS im gemeinsamen Ministerialblatt bekanntgegeben (GMBl. Nr. 19 vom 04. April 2007, S. 408-416) und ist auf der Internetseite der BAuA abrufbar.
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