Faire Praktika sichern
Zur Befassung des Petitionsausschusses mit dem Thema Praktikum erklärt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:
Der Parlamentarische Staatssekretär im BMAS Klaus Brandner hat heute im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages erneut auf die Ergebnisse mehrerer Studien hingewiesen, nach denen junge Menschen oft als Praktikantinnen und Praktikanten eingestellt, tatsächlich aber als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Hier will das Bundesarbeitsministerium mit einer Reihe von Klarstellungen Abhilfe schaffen. Brandner erklärte: "Wir haben uns auf maßvolle Vorschläge beschränkt. Gute Praktika sind für Unternehmen ebenso wie für Praktikanten unverzichtbar. Deshalb müssen Praktika als Orientierungs- und Qualifizierungsphase und damit als Einstiegschance in das Berufsleben für junge Menschen erhalten bleiben, aber fair aus-gestaltet werden."
Das BMAS will den Missbrauch von Praktikantenverhältnissen mit transparenten Regeln verhindern. Die Betroffenen sollen von vornherein ihre Rechte und Pflichten kennen. Darüber hinaus will das BMAS die Rechtsdurchsetzung in Missbrauchsfällen erleichtern. Scheinpraktikanten, die als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden, muss zu ihrem Recht verholfen werden. Sie müssen ohne Zeitdruck ihre Rechte geltend machen können. Das BMAS fordert eine Klarstellung, dass ein Praktikant seine Rechte bis zu drei Jahren geltend machen kann. Arbeitgeber sollen sich nicht unter Berufung auf kurze Ausschlussfristen ihrer Verpflichtung entziehen können.
Der Petitionsausschuss sieht weiterhin Regelungsbedarf und hat die Sache zur weiteren Beratung an die zuständigen Fachausschüsse verwiesen.
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