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Erfolgsmerkmale guter Jugendberufsagenturen

22. Februar 2016

BMAS, BA und Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. veröffentlichen Grundlagen für ein Leitbild.

Ein Berater hilft einer Jugendlichen bei Berufsauswahl am Computer.
Quelle:  iStock

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Bundesagentur für Arbeit und der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. haben heute die "Erfolgsmerkmale guter Jugendberufsagenturen" veröffentlicht. Mit diesen Empfehlungen sollen die Beteiligten vor Ort mehr Ideen für den Start oder den Ausbau von Kooperationen erhalten.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles:

Unser gemeinsames Ziel ist: Wo Jugendberufsagentur drauf steht, ist viel Qualität drin. Bei aller Vielfalt sollen überall hohe Standards gelten, um junge Leute beim Start ins Berufsleben bestmöglich zu begleiten. Ich freue mich, dass wir mit den ‚Erfolgsmerkmalen guter Jugendberufsagenturen‘ des Deutschen Vereins neue Impulse für eine Vertiefung der Zusammenarbeit setzen.

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat im vergangenen Jahr mit seinen Mitgliedern Empfehlungen für eine gelingende Zusammenarbeit an den Schnittstellen für die Leistungen nach SGB II, SGB III und SGB VIII erarbeitet. Aus diesen Empfehlungen hat er zehn Erfolgsmerkmale guter Jugendberufsagenturen als Grundlagen für ein Leitbild abgeleitet, die in der Veranstaltung des BMAS "Erfolgskriterien guter Jugendberufsagenturen" am 21. Oktober 2015 auf breite Zustimmung gestoßen sind. Die heute veröffentlichten Erfolgsmerkmale sind eine Weiterentwicklung anhand der Ergebnisse dieser Veranstaltung.
Der erfolgreiche Abschluss einer Berufsausbildung ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Das BMAS verfolgt daher das Ziel, dass junge Menschen an der entscheidenden Schwelle von der Schule in Ausbildung und Beruf besser an die Hand genommen werden, um ihnen den Start ins Berufsleben zu erleichtern.

Deshalb sollen durch eine flächendeckende Einrichtung von Jugendberufsagenturen die verschiedenen Leistungen für junge Menschen gebündelt und verzahnt werden. Der Begriff "Jugendberufsagentur" steht in der Praxis als Sammelbegriff für regional unterschiedliche Kooperationsformen, deren konkrete Ausgestaltung sich nach den individuellen Rahmenbedingungen und den Bedarfen vor Ort richtet.

Derzeit bestehen Kooperationen der Leistungsträger in regional sehr unterschiedlichen Modellen. Das BMAS wirbt dafür, dass überall enge Zusammenarbeit, möglichst unter Einbeziehung der Schulen, gelebt wird und junge Menschen kurze Wege haben, um ihre Anliegen schnell zu klären. Insbesondere benachteiligte Jugendliche können so an der entscheidenden Schwelle von der Schule in den Beruf rechtzeitig erkannt und mit aufeinander abgestimmten und passgenauen Angebote unterstützt werden. Jugendberufsagenturen können auch bei der Integration junger Flüchtlinge wichtige Aufgaben übernehmen.

Zum Stichtag 31. Juli 2015 gab es in Deutschland 218 Bündnisse. Dabei arbeiten 27 Bündnisse bereits heute unter einem Dach mit kurzen Wegen für die jungen Menschen.

Ju­gend­be­rufs­agen­tu­ren er­leich­tern Start ins Be­rufs­le­ben

Bundesministerin Andreas Nahles hat im Rahmen einer Veranstaltung "Erfolgskriterien guter Jugendberufsagenturen" am 21. Oktober 2015 eine Zwischenbilanz gezogen.

Zwei Jugendliche lassen sich beraten.

Jun­gen Men­schen den Start in das Ar­beits­le­ben er­leich­tern

Meldungen der Bundesagentur für Arbeit und des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.