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Rentenlexikon

Das Rentenlexikon erläutert die wichtigsten Fachbegriffe aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der zusätzlichen Altersvorsorge.

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  • Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden grundsätzlich nur auf Zeit anerkannt. Die Befristung erfolgt für längstens drei Jahre und kann wiederholt werden. Diese Renten werden nur dann unbefristet geleistet, wenn unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann. Hiervon ist auszugehen, wenn die Rente insgesamt neun Jahre als Zeitrente gezahlt worden ist. Hängt der Rentenanspruch nicht allein vom Gesundheitszustand, sondern auch von der Arbeitsmarktlage ab, kann die Befristung allerdings regelmäßig - also auch über neun Jahre hinaus - wiederholt werden.

  • Behörde, die die Höhe des Zulagenanspruchs bei der Riester-Rente ermittelt und die Auszahlung auf den Altersvorsorgevertrag veranlasst. Die ZfA ist bei der Deutschen Rentenversicherung Bund angesiedelt.

  • Die private kapitalgedeckte Altersvorsorge (Riester-Rente) wird seit 2002 staatlich gefördert. Anlegerinnen und Anleger, die zum begünstigten Personenkreis gehören, erhalten eine staatliche Zulage, wenn sie einen förderfähigen Altersvorsorgevertrag abschließen und damit zusätzlich für ihr Alter vorsorgen.

  • Die Zurechnungszeit hat besondere Bedeutung für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und für Renten wegen Todes. Wer in jungen Jahren vermindert erwerbsfähig wird oder stirbt, hat in der Regel erst geringe Rentenanwartschaften aufbauen können. Damit Versicherte oder ihre Hinterbliebenen dennoch eine angemessene Sicherung erhalten, wird eine Zurechnungszeit angerechnet. Bei einem Rentenbeginn ab dem 1. Juli 2014 werden die Versicherten bei der Rentenberechnung so gestellt, als seien sie weiterhin bis zur Vollendung des 62. Lebensjahres beitragspflichtig beschäftigt gewesen. Zudem zählen die letzten vier Jahre vor Eintritt einer Erwerbsminderung nicht für die Bewertung der Zurechnungszeit, wenn sie deren Wert verringern würde (z.B. bei geringerem Einkommen durch Wechsel in Teilzeit oder Phasen der Krankheit vor dem Renteneintritt).

    Das Gesetz zur Verbesserung der Leistungen bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und zur Änderung anderer Gesetze (EM-Leistungsverbesserungsgesetz) sieht für zukünftige Rentnerinnen und Rentner eine weitere schrittweise Verlängerung der Zurechnungszeit auf 65 Jahre zwischen 2018 und 2024 vor. Das heißt, Erwerbsgeminderte werden ab 2024 so gestellt, als ob sie - entsprechend der Bewertung ihrer Zurechnungszeit - drei Jahre länger als bisher gearbeitet hätten. Diese Leistungsverbesserung wird frühestens für diejenigen Versicherten gelten, die ab dem 1. Januar 2018, dem Beginn der schrittweisen Anhebung, in eine Erwerbsminderungsrente gehen (Rentenzugang).


    Die Bewertung der Zurechnungszeit richtet sich individuell nach der Versicherungsbiografie vor Eintritt des Versicherungsfalles.

  • Zusätzliche Altersvorsorge soll die Leistungen der gesetzlichen Rente ergänzen. Sie umfasst die betriebliche Altersversorgung und die private Vorsorge. Beide Wege werden vom Staat gefördert: mit Zulagen und Steuervorteilen (Riester-Förderung, privat oder über den Betrieb) bzw. Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit der Aufwendungen (betriebliche Altersversorgung).

  • In der ehemaligen DDR gab es zahlreiche Zusatzversorgungssysteme, die für bestimmte Personengruppen (z.B. technische und wissenschaftliche Intelligenz, Mitarbeiter des Staatsapparats) eine ergänzende Leistung neben der Rente aus der Sozialpflichtversicherung gewährten. Die Ansprüche und Anwartschaften sind zum 1. Januar 1992 in die gesetzliche Rentenversicherung überführt worden (siehe unter AAÜG).