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Rentenlexikon

Das Rentenlexikon erläutert die wichtigsten Fachbegriffe aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der zusätzlichen Altersvorsorge.

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  • Zeiten, in denen keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt wurden und die auch nicht als sonstige rentenrechtliche Zeiten berücksichtigt werden können, sind Versicherungslücken. Dabei handelt es sich häufig um Zeiten als Selbstständiger, mithelfender Familienangehöriger in der Landwirtschaft oder im eigenen Haushalt. Solche Versicherungslücken wirken rentenmindernd. In solchen Zeiten sollten Sie überlegen, ob Sie freiwillige Beiträge zahlen möchten.

  • Arbeiter, Angestellte und Auszubildende sind versicherungspflichtig. Für einige Gruppen von Selbstständigen gibt es besondere Regelungen zur Versicherungspflicht. Nicht versicherungspflichtig, also versicherungsfrei, sind z. B. Beamte, Schüler und Bezieher von Altersvollrenten nach Erreichen der Regelaltersgrenze. Geringfügig entlohnte Beschäftigte sind versicherungspflichtig. Sie können sich auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen.

  • Der Versicherungsverlauf informiert darüber, welche rentenrechtlichen Zeiten beim Rentenversicherungsträger bekannt und gespeichert sind. Diese Auflistung sollte unbedingt auf Lücken geprüft werden, auch wenn der Deutschen Rentenversicherung die meisten Versicherungszeiten heute automatisch gemeldet werden. Es gibt aber auch Zeiten, die selbst beantragt und durch Belege nachgewiesen werden müssen. Dies betrifft zum Beispiel Schulzeiten, Studienzeiten und Kindererziehungszeiten oder auch Beschäftigungszeiten in der ehemaligen DDR und berufliche Auslandsaufenthalte. Wenn noch Unterlagen über solche Zeiten vorhanden sind, die bislang nicht im Versicherungsverlauf berücksichtigt werden, sollten sie zusammen mit einem ausgefüllten Fragebogen zur Kontenklärung bei der Deutschen Rentenversicherung eingereicht werden.

  • Der Versorgungsausgleich ist die Aufteilung der während der Ehe erworbenen Versorgungsanwartschaften auf beide Ehegatten zu gleichen Teilen im Falle einer Scheidung (Halbteilungsgrundsatz). Ausgleichspflichtig ist der Ehegatte mit den höheren Anwartschaften. Dem anderen Ehegatten steht als Ausgleich die Hälfte des Unterschieds zu. Die Anwartschaften sind nach dem ab September 2009 geltenden Recht vorrangig innerhalb des jeweiligen Versorgungssystems auszugleichen.

  • Die Verstetigungsregelung besagt, dass der Beitragssatz in der allgemeinen Rentenversicherung erst dann zu Beginn eines Jahres verändert wird, wenn die Mittel der Nachhaltigkeitsrücklage ansonsten – also bei unverändertem Beitragssatz – zum Jahresende voraussichtlich entweder die untere Grenze von 0,2 Monatsausgaben der allgemeinen Rentenversicherung unterschreiten oder die obere Grenze von 1,5 Monatsausgaben der allgemeinen Rentenversicherung überschreiten. Bewegen sich die Mittel der Nachhaltigkeitsrücklage hingegen voraussichtlich zum Jahresende im Korridor von 0,2 und 1,5 Monatsausgaben, bleibt der Beitragssatz für das Folgejahr unverändert.