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Rentenlexikon

Das Rentenlexikon erläutert die wichtigsten Fachbegriffe aus der gesetzlichen Rentenversicherung und der zusätzlichen Altersvorsorge.

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  • Anspruch auf Hinterbliebenenrente besteht für überlebende Ehepartner (Witwen und Witwer) oder Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, die nicht wieder geheiratet bzw. keine neue eingetragene Lebenspartnerschaft begründet haben, nach dem Tod des versicherten Partners, wenn dieser die allgemeine Wartezeit erfüllt hat. Die allgemeine Wartezeit beträgt fünf Jahre. Daneben wird Hinterbliebenenrente als Waisenrente geleistet.

  • Altersrenten stellen den Ersatz für ausgefallene Verdienste dar. Wird neben diesen Renten zusätzliches Erwerbseinkommen bezogen, so bestehen für diese Renten bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze bestimmte Hinzuverdienstgrenzen.

    Auch Bezieherinnen und Bezieher einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit können während des Rentenbezugs in bestimmtem Umfang hinzuverdienen. Hierbei ist besonders zu beachten, dass Erwerbsminderungsrenten als finanzieller Ausgleich für die ganz oder teilweise fehlende Erwerbsfähigkeit gedacht sind. Hiermit ist es nicht zu vereinbaren, wenn Versicherte neben der Rente unbegrenzt oder zumindest in beachtlichem Umfang erwerbstätig sind. Der Verdienst muss deshalb grundsätzlich innerhalb des verbliebenen Leistungsvermögens erzielt werden.

    Als Hinzuverdienst werden bis zum Erreichen der jeweiligen Regelaltersgrenze Arbeitsentgelt, Arbeitseinkommen und vergleichbares Einkommen berücksichtigt. Bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden zusätzlich bestimmte Entgeltersatzleistungen als Hinzuverdienst berücksichtigt. Nicht als Arbeitsentgelt gilt das Entgelt, das eine Pflegeperson von dem Pflegebedürftigen erhält, wenn es den entsprechenden Pflegegeldbetrag nicht übersteigt oder Entgelt, das ein Behinderter in einer Werkstatt für behinderte Menschen erzielt. Nach Erreichen der Regelaltersgrenze darf unbeschränkt hinzuverdient werden.

  • Beiträge zur Rentenversicherung dürfen nur in begrenzter Höhe gezahlt werden. Der Höchstbeitrag ist der Beitrag, der für einen Arbeitsverdienst zu zahlen ist, welcher der Beitragsbemessungsgrenze entspricht. Der Höchstbeitrag beträgt 2018 in den alten Bundesländern monatlich 1.209,00 Euro (Berechnung: 18,6 Prozent von 6.500 Euro) und in den neuen Bundesländern monatlich 1.078,80 Euro (Berechnung: 18,6 Prozent von 5.800 Euro). Der Wert in den neuen Bundesländern gilt nur für Pflichtbeiträge, weil für freiwillig Versicherte in den neuen Bundesländern der Höchstbeitrag nach "Westniveau" gilt. Die Beitragsbemessungsgrenze (Ost) wird beginnend ab 2019 - ebenso wie die anderen besonderen Berechnungsgrößen für die neuen Bundesländer - schrittweise auf den Westwert angehoben, bis sie am 1. Januar 2025 100 Prozent des jeweiligen Westwerts erreicht.