Navigation und Service

Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 - 2021

16. Juni 2020

Eine Auszubildende und der Meister arbeiten gemeinsam an einer Maschine.

Am 26. August 2019 haben Vertreter der Bundesregierung, der Bundesagentur für Arbeit, der Spitzenverbände der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Länder im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die neue Vereinbarung der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 - 2021 unterzeichnet. Mit der Erklärung bekennen sich die Allianzpartner zu einer starken beruflichen Bildung und richten die Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen dafür neu aus. Das Ende 2014 gegründete Bündnis, das den im Jahr 2014 ausgelaufenen Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs abgelöst hat, setzt sich dafür ein, die Attraktivität, Qualität und Leistungsfähigkeit sowie die Integrationskraft der beruflichen Bildung weiter zu stärken.

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung verfolgt das Ziel, möglichst alle Menschen zu einem qualifizierten Berufsabschluss zu bringen. Die betriebliche Ausbildung hat dabei klaren Vorrang. Zudem macht es sich die Allianz für Aus- und Weiterbildung zur Aufgabe, die berufliche Ausbildung als Rückgrat der Fachkräftesicherung und gleichwertige Alternative zur akademischen Bildung zu stärken. Die Allianzpartner wollen gemeinsam für die duale Ausbildung werben, deren vielfältige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten aufzeigen sowie die Möglichkeiten der Unterstützung stärker publik machen.

Zentrale Handlungsfelder der Allianz für Aus- und Weiterbildung 2019 - 2021 sind:

  1. Mehr Betriebe und Jugendliche zusammenbringen und in der Ausbildung halten.
  2. Attraktivität und Qualität der dualen Ausbildung weiter steigern; gemeinsam für berufliche Bildung werben.
  3. Berufliche Fortbildung stärken und Höherqualifizierende/Höhere Berufsbildung voranbringen.

Im Jahr 2015 wurde das Instrument der Assistierten Ausbildung zunächst befristet bis zum Ausbildungsjahrgang 2018/2019 und damit für vier Eintrittskohorten beschlossen. Im Juli 2018 wurde das Instrument um zwei weitere Ausbildungsjahrgänge verlängert. Die Assistierte Ausbildung hat sich bewährt, um Jugendlichen mit schlechteren Startchancen den Weg zu einem qualifizierten Berufsabschluss zu ermöglichen. Gleichzeitig werden insbesondere kleine und mittlere Betriebe bei der Ausbildung dieser jungen Menschen unterstützt. Im Rahmen des Gesetzes zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung (Arbeit-von-Morgen-Gesetz) hat der Bund die Assistierte Ausbildung weiterentwickelt und zum 29. Mai 2020 als dauerhaftes Unterstützungsinstrument gesetzlich verankert.

Die neue Allianzvereinbarung betont zudem das große Integrationspotenzial der dualen Ausbildung für Geflüchtete. Mit dem "Gesetz zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung von Ausländerinnen und Ausländern (Ausländerbeschäftigungsförderungsgesetz)" ist zum 1. August 2019 eine breitere Öffnung der Ausbildungsförderung für ausländische Menschen und der Sprachförderung für Geduldete und Gestattete erfolgt. Damit können ausländische Menschen besser als bisher von der Aufnahme einer Ausbildung bis hin zum Ausbildungsabschluss unterstützt werden.

Im Zuge der Corona-Krise befasst sich die Allianz zudem intensiv mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die betriebliche Ausbildung. Gemeinsames Ziel aller Akteure bleibt dabei die Sicherstellung der Ausbildungsplätze sowie die Unterstützung der Ausbildungsbetriebe.

Seite teilen