Navigation und Service

Sie sind hier:

Mindestlohn-Glossar

Das Glossar erläutert die wichtigsten Fachbegriffe aus dem Themenkomplex "Mindestlohn". Wählen Sie einen Anfangsbuchstaben, um eine Liste mit passenden Begriffen zu erhalten.

Glossarindex

Suchbegriff eingeben

Suche

  • Durch die Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) erlangen Tarifverträge Gültigkeit auch für alle nicht tarifgebundenen Arbeitgeber und Beschäftigten des tariflichen Geltungsbereichs. Die AVE erfasst alle inländischen Arbeitgeber. Voraussetzung für den Erlass einer AVE ist, dass die Tarifvertragsparteien dies gemeinsam beantragen und die AVE im öffentlichen Interesse geboten erscheint.

  • Gesetz über zwingende Arbeitsbedingungen für grenzüberschreitend entsandte und für regelmäßig im Inland beschäftigte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Es beinhaltet insbesondere. die Möglichkeit, von den Tarifvertragsparteien ausgehandelte Mindestlöhne verbindlich zu machen. Diese Möglichkeit besteht nach einer Änderung des AEntG durch das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie nun für alle Branchen. Ein solcher Branchenmindestlohn gilt unabhängig davon, ob der Arbeitgeber seinen Sitz im In- oder Ausland hat.

  • Überlassung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (auch Zeitarbeit, Leiharbeit genannt) durch ihren Arbeitgeber (Verleiher) zur Arbeitsleistung an Dritte (Entleiher).

  • Das Gesetz regelt die Überlassung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern durch ihren Arbeitgeber (Verleiher) zur Arbeitsleistung an Dritte (Entleiher). Es dient vor allem dem sozialen Schutz der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer.

  • In der Praxis gebräuchliche Kurzbezeichnung für die im Arbeitnehmer-Entsendegesetz und parallel im Mindestlohngesetz vorgesehene Haftung von Auftraggebern. Hiermit wird im Falle der Beauftragung eines Nachunternehmers mit der Erbringung von Werk- oder Dienstleistungen den Arbeitnehmern des Nachunternehmers für ihren Mindestlohnanspruch mit dem beauftragenden Unternehmer ein zusätzlicher Schuldner zur Verfügung gestellt. Dies dient dem Schutz vor Umgehung des Mindestlohns gerade auch im Wege so genannter "Subunternehmerketten". Zum Arbeitnehmer-Entsendegesetz hat das Bundesarbeitsgericht entschieden, dass ein Auftraggeber nur dann haftet, wenn er sich vertraglich dazu verpflichtet hatte, eine bestimmte Dienst- oder Werkleistung zu erbringen und diese sodann nicht mit eigenen Arbeitskräften erledigt, sondern sich zur Erfüllung dieser Verpflichtung eines Subunternehmers bedient.

  • Um sicherzustellen, dass der Mindestlohn auch überall tatsächlich für die geleistete Arbeitszeit bezahlt wird, müssen grundsätzlich Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erfasst werden. Dies gilt für die im Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz genannten Wirtschaftsbereiche. Weiterhin gilt dies aber auch für alle geringfügig Beschäftigten ("Minijobber"), bei denen ein besonderes Schutzbedürfnis zur Vermeidung von Missbrauch bei der Arbeitszeiterfassung besteht. Einzige Ausnahme sind die geringfügig Beschäftigten in Privathaushalten.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

Seite teilen