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Pilotprogramm RESPEKT für schwer zu erreichende Jugendliche

1. Januar 2018

Das Pilotprogramm RESPEKT des BMAS ermöglicht gezielt zusätzliche Hilfen, die junge Menschen in einer schwierigen Lebenslage unterstützen und sie (zurück) auf den Weg in Bildungsprozesse, Maßnahmen der Arbeitsförderung, Ausbildung oder Arbeit holen.

Ältere Frau zeigt jüngerer Frau ein Dokument
Quelle:  Colourbox

Trotz eines sehr breiten und immer weiter ausdifferenzierten Angebots an Instrumenten der Arbeitsförderung, an Eingliederungsleistungen im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) und der sozialpädagogischen Hilfen für sozial benachteiligte und individuell beeinträchtige junge Menschen im Achten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII) deuten die NEETs-Rate (= Not in Education, Employment or Training) und praktische Befunde an, dass eine nicht unbedeutende, aber nicht zahlenmäßig bestimmbare Gruppe junger Menschen von den Angeboten der Sozialleistungssysteme mindestens zeitweise nicht erreicht wird.

Das Pilotprogramm RESPEKT hat deshalb das nach dem SGB II vorgesehene Leistungsangebot für die Erbringung von Leistungsbestandteilen und Methoden erweitert. Ziel ist es, ein Hilfeangebot zu gestalten, in dem persönlich geprägte langfristige Beziehungen zu den jungen Menschen aufgebaut werden, die Vertrauen und Sicherheit schaffen und einen kontinuierlichen und nachhaltigen Weg in Ausbildung und Arbeit ebnen. Die zentrale Botschaft des Programms wird mit dem Begriff "Respekt" ausgedrückt, der der Mehrdimensionalität der Problemlagen Rechnung trägt.

Das Programm war zunächst bis Ende 2017 befristet. In diesem Zeitraum wurden in insgesamt 18 Projekten zusätzliche Betreuungs- und Unterstützungsleistungen für junge Menschen in einer schwierigen Lebenslage erbracht, um die Eingliederung in Bildungsprozesse, Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, Ausbildung oder Arbeit zu erleichtern und den Übergang in den weiteren Entwicklungsprozess sicherzustellen.

Das BMAS hat die Laufzeit des Programms um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2018 verlängert Hierdurch soll die Fortführung von Projekten ermöglicht werden, die bereits im Bundesprogramm gefördert werden. Auf dieser Grundlage wurden 17 der laufenden Vorhaben entsprechend verlängert.  Während des Verlängerungszeitraums werden sie weiterhin über Zuwendungen gefördert. Diese Projekte können so über einen längeren Zeitraum beobachtet werden, um die dort gewonnenen Erfahrungen für die Umsetzung von § 16h SGB II nutzbar zu machen, der als gesetzliches Regelinstrument zur Förderung schwer erreichbarer Jugendlicher zum 1. August 2016 in das SGB II eingeführt worden ist.

Im Rahmen einer wissenschaftlichen Evaluation des Pilotprogramms RESPEKT soll festgestellt werden, ob das Sozialleistungsangebot in der erprobten Form von der Zielgruppe angenommen wird.

Kontakt:

Bürgertelefon zur Arbeitsmarktpolitik und -förderung: 030-221911003

E-Mail: programm_respekt@bmas.bund.de

Hinweis für teilnahmeinteressierte Träger:

Für das Bundesprogramm RESPEKT können Anträge für neue Projekte nicht entgegengenommen werden. Die Antragsfrist für die Jahre 2015, 2016, 2017 ist abgelaufen. Gleiches gilt für die Antragsfrist für die Verlängerung des Programms bis Ende 2018, die sich außerdem nur auf laufende Projekte bezog.