Alle Kommentare zum 2. Lösungsansatz zum Handlungsbedarf „Neue Balance von sozialem Schutz und individueller Selbstbestimmung bei neuen Erwerbsformen“

Beiträge 1 bis 20 von insgesamt 33

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Datum:
12.09.2019
Name:
Erik Eschemann

Die aktuelle Lage passt nicht zum größten Teil des IT Marktes! Und in anderen Sektoren wird durch ANÜ, der Mensch zur Arbeitskrafteinheit degradiert (Austausch 18M). Das hat nichts mit sozialem Schutz zu tun. Kriterium bei längerem Vertragsverhältnis: Der Stundensatz muss x% (Steuer, Versicherung, unternehmerisches Risiko) über dem branchenüblichen Stundenlohn liegen. Bei kürzeren Verhältnissen (z.B. Crowdworking) x% über dem Mindestlohn. Für andere Branchen evtl. weitere andere Positivkriterien

Datum:
12.09.2019
Name:
IT Freiberufler seit über 20 Jahren | Teil 3

"Schweizer Modell" (befristetes Schein-Anstellungsverhältnis) und andere Umgehungstaktiken sind Unkraut, das durch das über 20 Jahre währende Verunsicherungsrecht sprießen.

Eine Bürgerversicherung, die Freiberufler UND Beamte mit einbezieht, wäre diskutabel. Weg mit der Scheinselbstständigkeit für Spezialisten und gut Verdienende.

Datum:
12.09.2019
Name:
IT Freiberufler seit über 20 Jahren | Teil 2

Die Scheinselbstständigkeit kehrt gut bezahlte Experten und Billiglöhner über einen Kamm. Kümmern Sie sich bitte um die "Selbstständigen", die im Niedriglohnbereich ausgebeutet werden. Ersparen Sie denjenigen, die Leistungsträger sind und sich (z.B. im IT Bereich aufgrund des Fachkräftemangels) den Auftraggeber ohnehin aussuchen können, weitere gesetzliche Gängelei. Nebeneffekt: Wegfall von Vermittlungsprovisionen spart dem Auftraggeber Geld.

Datum:
12.09.2019
Name:
Erik Eschemann

Als IT-Freelancer wird meine Selbstbestimmung zurzeit eher beschnitten. Ich bin Freiberufler, damit ich entscheiden kann, bei welchem Auftraggeber ich tätig bin, welche Schulungen und Konferenzen ich besuchen möchte, wie viele Stunden ich arbeite und auch wie lange ich für einen Kunden tätig bin. Mit der jetzigen gesetzlichen Unsicherheit ist die Selbstbestimmung gefährdet und als Arbeitnehmer in einer IT Beratung oder Personalvermittlung ANÜ habe ich diese Selbstbestimmung (meist) nicht.

Datum:
12.09.2019
Name:
IT Freiberufler seit über 20 Jahren | Teil 1

Mein Stundensatz liegt seit über 20 Jahren zwischen 90 und 110 EUR. Ich bin in der Lage, selbst für meine Zukunft zu sorgen.

Was ich in den vergangenen Dekaden seitens der deutschen Bürokratie - zu meinem vermeintlichen Schutz - an vermeidbarem Zeitaufwand nicht nur bei mir, sondern bei Auftraggebern, Anwälten und Beratern erlebt habe, spottet jeder Beschreibung. Panik bei den Auftraggebern und vermeidbarer Verwaltungsaufwand aller Orten.

Datum:
12.09.2019
Name:
Ein Auftraggeber

Teil 2: Wenn die sozialversicherungsrechtlichen Regelungen nicht bald entstaubt werden, wird es keine Freelancer mehr für uns geben und als kleiner Mittelständler können wir uns keine "Vermittler" oder großen  Beratungsunternehmen leisten.  Diese können häufig auch gar nicht das temporär benötigte Spezialwissen liefern. Viele machen sich auch selbstständig und starten eben mit einem Initialauftrag von ihrem ehem. Arbeitgeber und es ergeben sich erst weitere andere Auftraggeber.

Datum:
12.09.2019
Name:
Ein Auftraggeber

Wir sind als mittelständisches Unternehmen dringend darauf angewiesen für besondere Fragestellungen und Weiterentwicklungen gerade in der IT, Datenschutz und Abfallrecht  lösen zu müssen. Es gibt viele Freiberufler die sich spezialisiert haben und deren Wissen wir benötigen. Aus Anfangsprojekten ergeben sich häufig auch Folgeprojekte und manchmal sind die so umfangreich, dass sie auch über einen längeren Zeitraum (Monate, 1 Jahr etc.) dauern können und eben KEINE Festanstellung sind! Teil2 folgt

Datum:
09.09.2019
Name:
Dr. Gerald Baumann

Die Idee der Plattformökonomie als Ansatz oder Grund für ein Gesetzgebungsverfahren ist abwegig. I.d.R. sind in Deutschland die Auftraggeber zu mind. 90% Mittelständler und Industrie.
Darüber hinaus ist eine Beweislastumkehr eine Garantie für die Abschaffung der Digitalisierung. Kein Auftraggeber wird Verträge schließen die voraussetzen, das er beweist, dass der Auftragnehmer selbstständig ist und er damit ggfs. haftet. Solche Verträge werden dann nicht geschlossen und wandern ins Ausland.

Datum:
05.09.2019
Name:
Stephan Greve

Ich wünsche mir eine klare Anerkennung meiner Selbstständigkeit durch Positivkriterien wie z.B. Höhe des Tagessatzes. Eine Verlagerung von freib. Tätigkeiten und Unternehmenssitzen ins Ausland nutzt niemandem.

Datum:
05.09.2019
Name:
Andreas Rolow

Ich kann in dem Lösungsansatz keine bessere Rechtssicherheit für den Arbeitnehmer erkennen. Die bestehenden Kriterien zur Abgrenzung von Scheinselbständigkeit sind eigentlich nicht mehr zeitgemäß. Wirklich helfen würde z.B. das eine schon erfolgte Einordnung als Selbstständige/r auch für künftige Aufträge Bestand hat („Progonosewirkung“) Und warum reicht da nicht die KSK-Mitgliedschaft als Beweis aus. Das würde vieles vereinfachen.

Datum:
24.08.2019
Name:
A.F. (Freiberufler)

Es ist grotesk einen "Lösungsansatz" für ein Problem zu beurteilen, das Sie selbst erschaffen haben.

Noch vor 10 Jahren hatte ich selbst direkten Kontakt zu meinen Auftraggebern und konnte Verträge direkt mit ihnen abschließen. Inzwischen bin ich gezwungen über die Plattformen an meine Aufträge zu kommen, weil sich Auftraggeber aufgrund der Rechtsunsicherheit nicht trauen mich direkt zu beauftragen.

Ihr "sozialer Schutz" gefährdet meine freiberufliche Existenz.

Datum:
23.08.2019
Name:
Norbert Lorenz

Ich bin seit 1986 selbständiger Berater im Bereich Information und Organisation.
In dieser Zeit habe ich öfter davon geträumt, wie schön diese Arbeit sein könnte, wenn einem nicht immer wieder seitens der öffentlichen Verwaltung, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, der Deutschen Rentenverwaltung u. a. völlig unnötig die Rahmenbedingungen für die Arbeit negativ verändert würden. Es gäbe genügend Beispiele aus meiner persönlichen Erfahrung  wenn der Platz für Kommentare größer wäre.

Datum:
23.08.2019
Name:
Johannes Hohenthaner, München

Warum respektiert man nicht einfach die Vertragsfreiheit?
Die meisten Selbständigen sorgen für Ihr Alter vor - und während sie arbeiten, zahlen sie (netto) Steuern - und die Ansprüche an den Sozialstaat sind meist gering. Das Problem liegt woanders:
Das Millionenheer der Beamten liegt im Alter den Steuerzahlerinnen auf der Tasche - was durch die demographischen Entwicklungen noch verschärft wird.
Warum füllt man nicht die Kassen der GRV durch eine echte "Bürgerversicherung", mit Beamten, A

Datum:
23.08.2019
Name:
Johannes Hohenthaner, München

Leider "duckt" sich das SPD-geführte Bundesministerium für Arbeit immer noch feige vor der Beamtenlobby weg und vermeidet es, die im Wahlprogramm versprochene, echte "Bürgerversicherung" - auch unter Einbeziehung von Ministern, Abgeordneten und Beamten einzuführen - so lange dieses Thema elegant "totgeschwiegen" wird hat das ganze Projekt das "G'schmäckle", daß es ausschließlich um das Füllen der Kassen der Gesetzlichen Rentenversicherung - und zwar ausschließlich auf Kosten der Selbständigen -

Datum:
19.08.2019
Name:
Berufsverband Kinematorgrafie

Filmkünstler arbeiten nicht in der "Plattformökonomie". Sie sind Selbstwerber, Selbst-Verhandler und Selbstvermarkter, außer sie haben und bezahlen eine Agentur. Auch dann aber arbeiten sie nicht in einer "Plattformökonomie".
Da Künstler i.d.R. Freiberufler sind, können sie mit ihren Auftraggebern projektweise ggf. eine Anstellung vereinbaren. Dennoch bleiben sie "typische" Freiberufler. Daß Beamte freie Künstler in Anstellungen zwingen wollen, hat etwas Deutsch-Kurioses!

Datum:
17.08.2019
Name:
Freiberuflich seit 30 Jahren

Eine Untergrenze für Stunden- oder Tagessätze, eine Pflicht für das eigene Alter vorzusorgen, eine auch im Alter zahlbare (P)KV wären die Zutaten meiner Lösung.

Darüber hinaus bringen Behördliche Kontrollen, Antragsverfahren usw Balast dahin, wo tausende agile Freie von Dynamik und Tempo gut leben. Liebe Politiker und liebe Beamte, ich bin sicher, Sie meinen es gut mit uns, aber an unseren Kommentaren hier ist unschwer zu erkennen, dass die meisten von uns ohne diese Hilfe auskommen (wollen).

Datum:
15.08.2019
Name:
Stefan Precht-Königstein

Derartige Vermittlungsplattformen funktionieren, weil Auftraggeber, aufgrund der Rechtsunsicherheit, teils Sorge vor einer direkten Zusammenarbeit haben. Ihre These führt in meinen Augen am Ziel vorbei und löst nicht den Kern des Problems.

Datum:
15.08.2019
Name:
J. S.

Die Plattformen haben nur Macht, weil die Regierung Rechtsunsicherheit schafft. Vom Grundatz kann mir die Vertragsgestaltung Plattform/AG egal sein. Es MUSS Rechtssicherheit für die Freiberufler geschaffen werden z.B. durch Anerkennung des Stundenlohns. Wenn sich daraus eine "Nicht-Schutzbedürftigkeit" ergibt, müssen die Regeln der freien Vertragsgestaltung angewendet werden können. Und dann wird es auch wieder mehr direkte Beauftragungen geben. Die Macht der Plattformen schwindet dann.

Datum:
14.08.2019
Name:
Marcel R.

Ein Kettengeschäft über Plattformen wird häufig nur deshalb initiiert, weil klare Positivkriterien fehlen und selbst bei spezialisierten Rechtsanwälten erhebliche Unsicherheiten bei der Beurteilung des arbeitsrechtlichen Status bestehen. Durch die zwischengeschaltete Plattformökonomie soll das Risiko vermeintlich reduziert werden. Ziel muss sein, dass Auftraggeber rechtssicher Leistungserbringer auch direkt beauftragen können. Bitte nicht versuchen, Symptome zu lindern, sondern Ursachen angehen!

Datum:
14.08.2019
Name:
Nils Meyer

Eine gesteigerte Transparenz was die Verträge zwischen Endkunden und Plattform/Vermittler angeht würde ich begrüßen, dies limitiert auch die Möglichkeiten die Honorare zu drücken. Allerdings ist die These dass Leistungserbringer grundsätzlich einen Arbeitsvertrag als für sich vorteilhaft sehen eher weit hergeholt, viele wünschen sich hier die Flexibilität und Selbstbestimmung statt den Weisungen und der Organisation eines Auftraggebers zu unterliegen.

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Neue Arbeit braucht neue Sicherheit. Im Zukunftsdialog wurden zentrale Fragen der Arbeits- und Sozialpolitik diskutiert.