Alle Kommentare zum 1. Lösungsansatz zum Handlungsbedarf „Neue Balance von sozialem Schutz und individueller Selbstbestimmung bei neuen Erwerbsformen“

Beiträge 1 bis 20 von insgesamt 527

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Datum:
12.09.2019
Name:
Jutta O'Keefe

Aus meiner 15jährigen Erfahrung als selbstständige Beraterin und Projektmanagerin im Banksektor heraus halte ich das optionale Statusfeststellungsverfahren für nicht hilfreich und auch nicht für zielführend. Die zentrale Frage bleibt doch: Was genau will man erreichen?
Ich finde es in Ordnung, wenn ein Sozialstaat auch von Selbstständigen verlangt, dass sie angemessene Maßnahmen für Notlagen und Alter ergreifen. Das sollte dann aber nicht nur Solo-Selbstständige betreffen, sondern alle.

Datum:
12.09.2019
Name:
Peter Pries

Die aktuellen Unklarheiten in der Gesetzgebung sorgen nicht für mehr Schutz für Freelancer. Unternehmen gehen viel mehr dazu über alle Freelancer-Verträge zu kündigen  - siehe Vodafone, Commerzbank & co. Oder sie setzen nur noch auf Arbeitgeberüberlassung (Sky). Das macht unsere Wirtschaft extrem unflexibel und verkleinert den Markt für Aufträge der Freelancer. Die meisten Freelancer im IT oder kaufmännischen Bereich müssen anders als gewerbliche Arbeitnehmer nicht geschützt werden.

Datum:
12.09.2019
Name:
Stefan H., Interim Manager

Ich bin bewußt in die Selbständigkeit gegangen, um mit unternehmerischer Freiheit Unternehmen unterstützen zu können! Daher bin ich
1. für klare Positivkriterien für die einmalige Schaffung von Rechtssicherheit und
2. für eine UNABHÄNGIGE Stelle als Entscheidungsorgan über die Statusfeststellung

Wir brauchen endlich Rechtssicherheit, damit der Markt nicht abgewürgt wird!

Datum:
12.09.2019
Name:
IT Freiberufler seit über 20 Jahren | Teil 3

"Schweizer Modell" (befristetes Schein-Anstellungsverhältnis) und andere Umgehungstaktiken sind Unrkaut, das durch das über 20 Jahre währende Verunsicherungsrecht spriessen.

Eine Bürgerversicherung, die Freiberufler UND Beamte mit einbezieht, wäre diskutabel. Weg mit der Scheinselbstständigkeit für Spezialisten und gut Verdienende.

Datum:
12.09.2019
Name:
IT Freiberufler seit über 20 Jahren | Teil 2

Die Scheinselbstständigkeit kehrt gut bezahlte Experten und Billiglöhner über einen Kamm. Kümmern Sie sich bitte um die "Selbstständigen", die im Niedriglohnbereich ausgebeutet werden. Ersparen Sie denjenigen, die Leistungsträger sind und sich (z.B. im IT Bereich aufgrund des Fachkräftemangels) den Auftraggeber ohnehin aussuchen können, weitere gesetzliche Gängelei. Wegfall von Vermittlungsprovisionen spart dem Auftraggeber Geld.

Datum:
12.09.2019
Name:
IT Freiberufler seit über 20 Jahren | Teil 1

Mein Stundensatz liegt seit über 20 Jahren zwischen 90 und 110 EUR. Ich bin in der Lage, selbst für meine Zukunft zu sorgen.

Was ich in den vergangenen Dekaden seitens der deutschen Bürokratie - zu meinem vermeintlichen Schutz - an vermeidbarem Zeitaufwand nicht nur bei mir, sondern bei Auftraggebern, Anwälten und Beratern erlebt habe, spottet jeder Beschreibung. Panik bei den Auftraggebern und vermeidbarer Verwaltungsaufwand aller Orten.

Datum:
12.09.2019
Name:
Daniela Freelancer

Dieser Kommentarbereich läuft unter dem Begriff "Dialog". "Dialog" ist im Allgemeinen ein Zwiegespräch (im Gegensatz zum Beispiel zu einem Monolog). Ich vermisse hier jedoch eindeutig die Antworten des addressierten Gegenübers (wie dies auch viele andere bereits angemerkt haben...). Wie wäre es, einmal in einen echten "Dialog" einzutreten, wenn dieser schon groß verkündet wird?

Datum:
12.09.2019
Name:
Daniela Freelancer

Wie jedes Jahr musste ich auch dieses Jahr wieder im August wegen der 5/6-Regelung meinem größten Kunden sagen, dass ich erst nächstes Jahr wieder für ihn arbeiten kann. Den Rest des Jahres verbringe ich damit, niedrig bezahlte Mini-Projekte zu bearbeiten, um das restliche 1/6 zu erarbeiten. Effektiv kostet mich das einen 5-stelligen Betrag pro Jahr, der auch nicht in die Altersvorsorge fließt. Und meine Kunden finden das auch nicht hilfreich. Die 5/6-Regelung gehört auch ersatzlos gestrichen.

Datum:
12.09.2019
Name:
Eine Betroffene

Ein Unding, dass selbst freiwillig gezahlte Beiträge in die Sozialversicherungs-systeme ignoriert werden und man trotzdem Gefahr läuft "Scheinselbstständig" zu sein!  Manche Projekte als Freelancer dauern eben bei einem Auftraggeber auch mal ein Jahr und man ist stark in die Organisation eingebunden um das Projekt erfolgreich an den Start zu bringen. Ich bin trotzdem keine Angestellte! Und überflüssige Prüfpunkte wie "eigene E-Mail-Adresse im Unternehmen" gehen komplett an der Zeit vorbei!

Datum:
12.09.2019
Name:
Erik Eschemann

Abschaffung von Sonderregeln und Rentenpflichtversicherung von ALLEN Selbstständigen zum Mindestbetrag (84€). Freiwillig auch mehr, Anrechnen von privaten Vorsorge (100% pfändungssicher, x% sonst Vorsorgen).Ausnahmen: Gründung und Flaute (zeitl. begrenzt), Nebentätigkeit (siehe KK). Meine These: Mindestbeitrag für die Grundsicherung im Alter ausreichend (+private Absicherung). Ein Vollzeit Selbstständiger sollte in der Lage sein den Mindestbertag zu investieren.

Datum:
11.09.2019
Name:
Ernst Glockzin

ich bin überzeugter Freiberufler und werde somit nicht zwangsweise mit 66/67 in den Ruhestand geschickt. Den Übergang von Vollzeit zu Ruhestand kann ich menschenwürdig  gestalten.
Für diese und andere Freiheiten verzichte ich gerne auf die vermeintlichen Sicherheiten. Als IT-Quereinsteiger hätte ich ohnehin ab ca. 50 keine Festanstellung mehr bekommen.
Den Gesetzgeber fordere ich auf, den Berufsstand der Freelancer zu stärken statt zu behindern (Vorwand "Scheinselbständigkeit")

Datum:
10.09.2019
Name:
Ein anderer Freelancer

Zudem liegen die Möglichkeiten doch auf dem Tisch:
1. Honorarabhängig - mindestens soviel wie ein angestellter Arbeitnehmer (gleiche Qualifikation) + Arbeitgeberanteile Sozialversicherungsbeiträge
oder
2. mehr als xx Jahre freiberuflich und nachweislich für mehr als einen Arbeitgeber gearbeitet hat (damit erledigt sich Diskussion nach 5/6 usw.)
oder
3. Nachweis das man eigenständig auf dem Markt auftritt, bei mehreren Agenturen akkreditiert und mehr als einen Auftrag hatte

Datum:
10.09.2019
Name:
Ein Anderer Freelancer

Um auch mal einen altersbedingten Aspekt aufzuwerfen, es ist doch so, dass man als >50 jähriger kaum noch Festanstellung mit entsprechendem Salär bekommt, aber als Freelancer rennen einem die Agenturen die Tür ein. Letztendlich ist das doch die freie Entscheidung eines mündigen Bürgers Deutschlands, ob er für ein angemessenes Honorar projektbezogen oder doch lieber als festangestellt mit weniger Geld aber mehr (vermeintlicher) Sicherheit arbeiten will

Datum:
10.09.2019
Name:
Tim Tom

Tun Sie endlich was, im Sinne der arbeitswilligen Selbständigen! Jedem Freiberufler ist an einer adäquaten Versorgung im Alter gelegen. Hierzu muss ein praxisnaher Rahmen gesetzt werden, in dem die Selbständigen eigenständig entscheiden können, wann sie wieviel (u. Berücksichtigung einer Mindestsumme basierend auf Grundversorgung) an Vorsorge leisten. Wundern Sie sich nicht, dass die Wählerschaft Ihnen nicht praxisnahes Handeln, Verzögern oder Ignoranz mit Abwanderung (zu Populisten) quittiert!

Datum:
10.09.2019
Name:
Oliver IT Berater - Teil 1

Als selbstständiger IT Berater wünsche ich mir, meinen Kunden und dem Standort Deutschland einen Katalog von Positivkriterien, nach dem eine Zusammenarbeit auf Projektbasis rechtssicher für alle Parteien ausgestaltet werden kann. Fortsetzung siehe Teil 2

Datum:
10.09.2019
Name:
Oliver IT Berater - Teil 2

Warum arbeite ich selbstständig und nehme nicht eines der x-Jobangebote an, die ich regelmäßig bekomme? Weil ich in einer sich ständig verändernden Welt nicht mehr an eine Versorgungssicherheit durch einen Arbeitgeber und den Staat glaube und nicht mehr bereit bin mich dafür weisungsgebunden in veraltete Organisations- und Sozialsysteme einzuordnen, um dann später zu erfahren, dass Standorte aufgelöst und Rentenversprechen nicht gehalten werden können.  Fortsetzung Siehe Teil 3

Datum:
10.09.2019
Name:
Oliver IT Berater - Teil 3

Ich möchte eigenverantwortlich entscheiden, wofür ich meine  Lebenszeit und Arbeitskraft einsetze, möchte mit qualifizierten und motivierten Mitstreitern an Lösungen für die Probleme unserer Zeit temporär zusammenarbeiten und nach Projektabschluss rechtzeitig wieder auseinandergehen, bevor sich der Mief der alten Arbeitswelt wieder breit macht. Wer so unterwegs ist, muss für Verdienstausfälle und Altersvorsorge selbstverständlich selber vorsorgen. Fortsetzung siehe Teil 4

Datum:
10.09.2019
Name:
Oliver IT Berater - Teil 4

Ich wünsche der deutschen Gesellschaft, dass wir ein Umfeld schaffen, in der neue und alte Arbeitswelt koexistieren und sich gegenseitig befruchten können und nicht weiter an überkommenen Systemen festhalten, die nur durch Abschreckung und Sanktionen aufrechterhalten werden können. Wenn der Umschwung auf eine agile Arbeitswelt in Deutschland nicht gelingt, dann werden Talente und Wohlstand in andere Länder unwiderruflich abwandern - davon bin ich zutiefst überzeugt.

Datum:
10.09.2019
Name:
Anonym

Guten Tag,

vergisst bitte nicht die Personen die Selbständig zur Teilhabe am Erwerbsleben nach dem Behindertenrecht oder der Kriegsopferfürsorge sind. Ich finde die Problematik wird zu lasch angepackt. Es gibt sehr viele "Freelancer" die keine sind. Sie entziehen sich dem System, wird aber Krankenversicherung oder Rente fällig schreien Sie alle, weil Sie "ausgesteuert sind". Ferner werden Firmen die Scheinselbständig unterstützen oder die kleinen KMU dazu nötigen nicht umfangreich bestraft.

Datum:
10.09.2019
Name:
sebständiger Ingenieur

schaut Euch bitte mal den Artikel der WIWO an.

Wer sind den diejenigen, die in Deutschland als Selbständige am meisten verdienen?
Welche Berufsgruppe ist im Bundestag und den meisten Parlamenten vertreten?

https://www.wiwo.de/erfolg/beruf/grosse-einkommensunterschiede-richtig-viel-geld-verdienen-in-deutschland-fast-nur-selbststaendige/24976050.html

Wer liefert die Ideen die das Land voranbringen? Ingenieure

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Zu­kunfts­dia­log

Neue Arbeit braucht neue Sicherheit. Im Zukunftsdialog wurden zentrale Fragen der Arbeits- und Sozialpolitik diskutiert.