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Nationale Weiterbildungsstrategie

1. Juli 2019

Logo Nationale Weiterbildungsstrategie. Wissen tielen. Zukunft gestalten. Zusammen wachsen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben gemeinsam mit den Sozialpartnern, Ländern, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit eine Nationale Weiterbildungsstrategie entwickelt.

Sie wurde am 12. Juni 2019 verabschiedet. Damit gibt es zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine nationale Weiterbildungsstrategie. Sie wird von insgesamt 17 Partnern getragen: BMAS, BMBF, BMWi, BDA, DGB, Länder (ASMK, KMK, WMK), ZDH, DIHK, IG Metall, Gesamtmetall, GEW, Ver.di, IG BCE und BAVC sowie der BA.

Die Nationale Weiterbildungsstratgie liefert Impulse, verbindliche Prüfaufträge und ganz konkrete Maßnahmen aller Partner. Gemeinsam soll damit Beschäftigten, Arbeitssuchenden und Unternehmen Chancen bieten, eine sich ändernde, digitale Arbeitswelt aktiv zu gestalten.

Die Nationale Weiterbildungsstrategie baut auf dem Qualifizierungschancengesetz auf, das bereits ein verbindliches Recht auf Weiterbildungsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit beinhaltet und die geförderte Weiterbildung auch für Beschäftigte erweitert, die von Strukturwandel betroffen sind, unabhängig von Qualifikation und Größe des Betriebs.

Mit der Strategie wird der Handlungsauftrag aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt, nach dem gemeinsam mit den Sozialpartnern und in enger Abstimmung mit den Ländern (und allen anderen Akteuren) eine Nationale Weiterbildungsstrategie entwickelt werden soll mit dem Ziel, alle Weiterbildungsprogramme des Bundes und der Länder zu bündeln, sie entlang der Bedarfe der Beschäftigten und der Unternehmen auszurichten und eine neue Weiterbildungskultur zu etablieren. Mit der Entwicklung einer Nationalen Weiterbildungsstrategie soll den Herausforderungen des zunehmenden digitalen Wandels in der Arbeitswelt begegnet werden, da sich Berufsbilder und Qualifikationsprofile verändern und neue Berufe entstehen werden. Weiterbildung ist hier ein wesentlicher Schlüssel, um Fachkräfte zu gewinnen und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen in Deutschland zu erhalten und zu erweitern.

Es geht darum, Menschen nicht erst zu qualifizieren, wenn konkrete oder drohende Arbeitslosigkeit vorliegt, sondern frühzeitig und präventiv tätig zu werden. In Zukunft wird es nicht mehr nur um formale Abschlüsse, sondern gerade auch um eigene Kompetenzen gehen. Alle Erwerbstätigen der Gegenwart und der Zukunft sollen unterstützt werden, ihre Qualifikationen und Kompetenzen im Wandel der Arbeitswelt zu erhalten, anzupassen und ihnen Auf- und Umstiege im Berufsleben zu ermöglichen.

Auf unternehmerischer Seite soll insbesondere dort unterstützt werden, wo Unternehmen ihrer Verantwortung für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gerecht werden können, wo Beschäftigte keinen Zugang zu den entsprechenden Qualifizierungsmöglichkeiten haben, oder dort, wo Personen die Herausforderungen des digitalen Wandels nicht alleine bewältigen können. Im besonderen Fokus stehen hier auf betrieblicher Ebene die kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) und Kleinstunternehmen.

Jetzt geht es an die konkrete Umsetzung. In 2021 wird die Bundesregierung mit den Partnern einen Bericht zur Umsetzung der Nationalen Weiterbildungsstrategie vorlegen.

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