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Nationale Weiterbildungsstrategie

17. Dezember 2018

Eine Gruppe Angestellte diskutiert über Papiere und Bildschirminhalt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) entwickeln gemeinsam mit den Sozialpartnern, Ländern, Kammern und der Bundesagentur für Arbeit eine Nationale Weiterbildungsstrategie. Sie baut auf dem Qualifizierungschancengesetz (Qualifizierungsoffensive) auf, das bereits ein verbindliches Recht auf Weiterbildungsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit beinhaltet und die geförderte Weiterbildung auch für Beschäftigte erweitert, die von Strukturwandel betroffen sind, unabhängig von Qualifikation und Größe des Betriebs.

Im November 2018 fand die Auftaktveranstaltung des Gremiums statt. Das Gremium hat den Handlungsauftrag aus dem Koalitionsvertrag, nach dem gemeinsam mit den Sozialpartnern und in enger Abstimmung mit den Ländern (und allen anderen Akteuren) eine Nationale Weiterbildungsstrategie entwickelt werden soll mit dem Ziel, alle Weiterbildungsprogramme des Bundes und der Länder zu bündeln, sie entlang der Bedarfe der Beschäftigten und der Unternehmen auszurichten und eine neue Weiterbildungskultur zu etablieren.

Mit der Entwicklung einer Nationalen Weiterbildungsstrategie soll den Herausforderungen des zunehmenden digitalen Wandels in der Arbeitswelt begegnet werden, da sich Berufsbilder und Qualifikationsprofile verändern und neue Berufe entstehen werden. Weiterbildung ist hier ein wesentlicher Schlüssel, um Fachkräfte zu gewinnen und Beschäftigungsmöglichkeiten für die Menschen in Deutschland zu erhalten und zu erweitern.

In Zukunft wird es nicht mehr nur um formale Abschlüsse, sondern gerade auch um eigene Kompetenzen gehen. Ziel der Nationalen Weiterbildungsstrategie ist es daher, alle Erwerbstätigen der Gegenwart und der Zukunft dabei zu unterstützen, ihre Qualifikationen und Kompetenzen im Wandel der Arbeitswelt zu erhalten, anzupassen und ihnen Auf- und Umstiege im Berufsleben zu ermöglichen.

In der Weiterbildungsstrategie geht es daher auch um die Frage, wie die Nachfrage nach Weiterbildung von Unternehmen, aber vor allem auch von beschäftigten und erwerbslosen Menschen nach Weiterbildung gesteigert werden kann, um ihnen Chancen und Teilhabe am Arbeitsmarkt auch im Wandel zu ermöglichen. Denn Ziel von Weiterbildung soll es sein, Menschen nicht erst zu qualifizieren, wenn konkrete oder drohende Arbeitslosigkeit vorliegt, sondern frühzeitig und präventiv tätig zu werden.

Die Bundesregierung will auf unternehmerischer Seite insbesondere dort unterstützen, wo Unternehmen ihrer Verantwortung für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gerecht werden können, wo Beschäftigte keinen Zugang zu den entsprechenden Qualifizierungsmöglichkeiten haben, oder dort, wo Personen die Herausforderungen des digitalen Wandels nicht alleine bewältigen können. Im besonderen Fokus stehen hier auf betrieblicher Ebene die kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) und Kleinstunternehmen.

Der Entwurf der Nationalen Weiterbildungsstrategie soll im Sommer 2019 vorliegen.

Na­tio­na­le Wei­ter­bil­dungs­stra­te­gie be­schlos­sen

Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine nationale Weiterbildungsstrategie, angestoßen von Bund, Ländern, Wirtschaft, Gewerkschaften und der Bundesagentur für Arbeit.

Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve

Informationen zur Qualifizierungsoffensive und zur Senkung des Beitragssatzes der Arbeitslosenversicherung.