Wie kann ich als Unternehmer gefördert werden? Welche finanziellen Anteile müssen Arbeitgeber übernehmen/beachten?

Die Übernahme von Weiterbildungskosten und die Zahlung von Zuschüssen zum Arbeitsentgelt setzen grundsätzlich eine Kofinanzierung durch den Arbeitgeber voraus. Für bestimmte Personengruppen (ältere oder schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in KMU oder solche in Kleinstbetrieben) sind Ausnahmemöglichkeiten von diesem Grundsatz vorgesehen.

Arbeitsentgeltzuschüsse werden derzeit nur an Arbeitgeber geleistet, die ihre Beschäftigten unter Fortzahlung von Arbeitsentgelt für berufsabschlussorientierte Weiterbildungen freistellen. Künftig sollen für alle Qualifizierungen, die länger als 4 Wochen bzw. 160 Stunden dauern und nicht ausschließlich arbeitsplatzbezogen sind, Arbeitsentgeltzuschüsse geleistet werden können (max. 25 Prozent für Unternehmen ab 250 Mitarbeiten, 50 Prozent für KMU und bis zu 75 Prozent für Kleinstunternehmen). Für berufsabschlussbezogene Weiterbildungen verbleibt es bei einer Zuschussoption von bis zu 100 Prozent.

Weiterbildungskosten sollen künftig ebenfalls für Beschäftigte aller Betriebsgrößen und unabhängig vom Qualifizierungsziel übernommen werden können: bei Beschäftigten in Kleinstunternehmen wie bisher 100 Prozent, KMU bis zu 50 Prozent und bei größeren Betrieben grundsätzlich bis zu 25 Prozent. In größeren Betrieben mit 2.500 Beschäftigten oder mehr können bis zu 15% der Lehrgangskosten übernommen werden, bei Vorliegen einer Betriebsvereinbarung bzw. eines Tarifvertrages, der betriebsbezogen berufliche Weiterbildung vorsieht, bis zu 20%. Bei älteren Beschäftigten (ab vollendetem 45. Lebensjahr) oder AN mit einer Schwerbehinderung kann in KMU von einer Kostenbeteiligung abgesehen werden.