Was wird im Qualifizierungschancengesetz geregelt?

Das Gesetz verbreitert den Zugang zur Weiterbildungsförderung für beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (im Folgenden kurz Beschäftigte). Zugleich werden die Förderleistungen verbessert, und die Weiterbildungsberatung wird deutlich ausgebaut. Die Maßnahmen zielen auf Beschäftigte, die berufliche Tätigkeiten ausüben, die durch Technologien ersetzt werden können, in sonstiger Weise von Strukturwandel betroffen sind oder die eine berufliche Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben, also in einem Beruf, in dem Fachkräftemangel besteht. Sie sollen ihre beruflichen Kompetenzen leichter fortentwickeln und anpassen können. Damit stärken wir die Fachkräftebasis und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im digitalen Strukturwandel. Außerdem wird

  • der Versicherungsschutz in der Arbeitslosenversicherung ausgeweitet und der Zugang zum Anspruch auf Arbeitslosengeld erleichtert,
  • der Beitragssatz zur Arbeitsförderung von 3,0 Prozent auf 2,5 Prozent gesenkt und
  • die bis Jahresende befristet geltende Regelung, eine sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung bis zu einer maximalen Beschäftigungsdauer von 70 Tagen oder drei Monaten (statt 50 Tage oder zwei Monate) anzuerkennen, dauerhaft fortgeführt.