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Wir gehen an, was alle angeht. Für eine verlässliche Alterssicherung.

1. November 2019

Zeichnung eines Kranes. In einer Sprechblase steht „Deine Arbeit baut mich auf.“ Daneben der Schriftzug „Deine Rente“.

Das solidarische Rentensystem ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Rentenpolitik hat immer Auswirkungen auf alle Generationen und muss Antworten finden für Gegenwart und Zukunft - und dabei für einen fairen Ausgleich sorgen.

Deswegen ist es wichtig, das Rentensystem auf künftige Herausforderungen einzustellen, damit sich die Menschen in Deutschland auf ihre Absicherung im Alter verlassen können.

Seit dem 1. Januar 2019 gilt das neue Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Das Gesetz beinhaltet vier Kernelemente:

Rentenniveau und Rentenversicherungsbeitrag bis zum Jahr 2025 garantiert

  • Das Sicherungsniveau wird bis zum Jahr 2025 bei 48 Prozent gehalten. Hierfür wird die Rentenanpassungsformel so ergänzt, dass bis zum Jahr 2025 mindestens ein Niveau von 48 Prozent erreicht wird (Haltelinie I).
  • Der Beitragssatz zur Rentenversicherung wird die Marke von 20 Prozent bis zum Jahr 2025 nicht überschreiten (Haltelinie II).
  • Da die Stabilisierung des Systems der Altersvorsorge eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, übernimmt der Staat über einen erhöhten Zuschuss aus Steuern zusätzliche Verantwortung. Hierfür wird im Bundeshaushalt ein "Demografiefonds" von 2021 bis 2024 mit jährlich zwei Milliarden Euro aufgebaut, der die Beitragsobergrenze auch im Fall unvorhergesehener Entwicklungen absichert. Zusätzlich wird eine Beitragssatzuntergrenze von 18,6 Prozent bis zum Jahr 2025 eingeführt, um eine bessere Beitragssatzverstetigung zu erreichen.

Verbesserte Leistungen bei Erwerbsminderung

Die Absicherung bei Erwerbsminderung wurde deutlich verbessert. Die Zurechnungszeit wird für Rentenzugänge im Jahr 2019 in einem Schritt auf 65 Jahre und acht Monate angehoben. Anschließend wird sie in Anlehnung an die Anhebung der Regelaltersgrenze weiter auf 67 Jahre verlängert.

Bessere Anerkennung von Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder

Mütter oder Väter erhalten für vor 1992 geborene Kinder ein weiteres halbes Kindererziehungsjahr angerechnet. Davon profitieren schon allein knapp zehn Millionen Rentnerinnen und Rentner.

Entlastung von Beschäftigten mit geringem Einkommen

Die bisherige "Gleitzone" wurde auf Arbeitsentgelte von 450,01 Euro bis 1.300 Euro (bisher 850 Euro) zum "Übergangsbereich" für sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausgeweitet. Beschäftigte in diesem Bereich werden stärker bzw. erstmalig bei den Sozialversicherungsbeiträgen entlastet. Zudem führen die verringerten Rentenbeiträge nicht mehr zu geringeren Rentenansprüchen. Davon profitieren bis zu 3,5 Millionen Beschäftigte.

All diese Maßnahmen sorgen für mehr soziale Sicherheit in Deutschland und Gerechtigkeit für alle Generationen.

Ge­setz

Gesetz über Leistungsverbesserungen und Stabilisierung in der gesetzlichen Rentenversicherung.

Klar­ge­stellt: Fak­ten zur Ren­te

Informationsbasis des BMAS mit Daten zur Alterssicherung.

Dei­ne Ren­te

Hier finden Sie Informationen zur gesetzlichen Alterssicherung.