Wie ist die bisherige Rechtslage?

Bei Beschäftigungsverhältnissen mit einem daraus erzielten monatlichen Arbeitsentgelt von derzeit über 450 Euro bis 850 Euro (Gleitzone) wird der Arbeitgeberbeitrag zur Sozialversicherung aus dem tatsächlich erzielten Arbeitsentgelt berechnet, der Arbeitnehmerbeitrag hingegen auf der Grundlage einer reduzierten Bemessungsgrundlage (der Beitragssatz bleibt auch auf Arbeitnehmerseite unangetastet). Die Beitragsbelastung der Beschäftigten ist dadurch geringer; sie steigt im Ergebnis linear von rund 11 Prozent am Anfang der Gleitzone bis zum vollen Arbeitnehmeranteil an den Sozialbeiträgen bei einem Arbeitsentgelt in Höhe von 850 Euro an.

Gegenwärtig stehen der reduzierten Bemessungsgrundlage entsprechend geringere Rentenansprüche gegenüber. Allerdings können Beschäftigte auf die Anwendung der Gleitzone in der Rentenversicherung verzichten und volle Beiträge zahlen.