Wer profitiert von dieser Ausweitung?

Durch den Ausbau der Gleitzone zu einem Übergangsbereich werden erstmals Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Verdienst von monatlich 850 Euro bis 1.300 Euro in die Entlastungswirkung auf Arbeitnehmerseite einbezogen, sie zahlen zukünftig geringere Sozialversicherungsbeiträge und haben dennoch keine Nachteile bei den Rentenansprüchen. Hierzu zwei Beispiele:

  • Bei einem Verdienst in Höhe von 850 Euro endete bisher die Gleitzone und es war der volle Arbeitnehmerbeitrag zu zahlen. Künftig beträgt die monatliche Entlastung etwa 22,50 Euro.
  • Bei einem Verdienst von 1.100 Euro beläuft sich die Entlastung immerhin noch auf etwa 10 Euro pro Monat.

Darüber hinaus werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Verdienst von monatlich über 450 Euro bis 850 Euro (bisherige Gleitzone) zusätzlich bei der Beitragszahlung entlastet. So kommen beispielsweise bei einem Verdienst von 650 Euro zur der bisherigen Entlastung von etwa 21 Euro weitere etwa 11 Euro Entlastung pro Monat hinzu. Das liegt daran, dass durch die Ausweitung der Obergrenze von 850 Euro auf 1.300 Euro der lineare Anstieg des Arbeitnehmerbeitrags flacher verläuft als bisher. Oder anders ausgedrückt: Das bisherige Ende der Gleitzone mit der vergleichsweise kleineren Entlastungswirkung rückt in die Mitte des Übergangsbereichs und erfährt eine deutlich höhere Entlastung.