Was sind die Haltelinien und warum brauchen wir diese?

Die doppelte Haltelinie besteht aus einer Obergrenze für den Beitragssatz und einer Untergrenze für das sogenannte Rentenniveau (Sicherungsniveau vor Steuern). Die doppelte Haltelinie für Beitragssatz und Niveau bei der Rente stärkt die Verlässlichkeit der Rentenversicherung und gibt Planungssicherheit für alle Generationen: Alle Beteiligten in der Rentenversicherung bekommen verbindliche Zielwerte, auf die sie bauen können. Es wird sichergestellt, dass das Rentenniveau für die Rentenbezieherinnen und Rentenbezieher bis zum Jahr 2025 von mindestens 48 Prozent gehalten wird. Hierfür wird die Rentenanpassungsformel um eine Niveausicherungsklausel ergänzt, die dafür sorgt, dass die Renten bis zum Jahr 2025 so angepasst werden, dass mindestens ein Rentenniveau von 48 Prozent erreicht wird. Zur Wahrung der Beitragssatzstabilität wird dafür Sorge getragen, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung die Marke von 20 Prozent bis zum Jahr 2025 nicht überschreitet. Ohne die Haltelinie I würde unter Berücksichtigung der übrigen Maßnahmen dieses Gesetzentwurfs das Niveau bis 2025 auf 47 Prozent sinken. Ohne die Haltelinie II (Beitragssatzobergrenze) würde der Beitragssatz unter Berücksichtigung der übrigen Maßnahmen dieses Gesetzentwurfs auf 20,4 Prozent bis 2025 steigen.