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Millionenhilfe für entlassene Opelaner 

6. Oktober 2015

Europäischer Globalisierungsfonds unterstützt ehemalige Beschäftigte der Adam Opel AG in Bochum mit 6,9 Millionen Euro.

Das Opel-Werk in Bochum
Quelle:  iStockphoto

Das Europäische Parlament hat heute der Bewilligung von 6,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) zur Unterstützung der ehemaligen Beschäftigten des Bochumer Opel Werkes sowie des Zulieferers Johnson Controls zugestimmt. Der Europäische Rat hatte bereits am Montag (5.Oktober) seine Zustimmung erteilt. Damit ist das EU-Haushaltsverfahren abgeschlossen und die Gelder für die Fördermaßnahmen können nunmehr zeitnah von der EU-Kommission zugewiesen werden.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles:

Es ist gut, dass unser Einsatz Erfolg hatte. Den Ex-Opelanern wünsche ich, dass sie mit dieser zusätzlichen Hilfestellung so schnell wie möglich gute neue Arbeitsplätze finden.

Das Werk in Bochum war mit Wirkung zum 31.Dezember 2014 im Rahmen von Umstrukturierungen infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise geschlossen worden. Im weiteren Verlauf sind 2600 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für maximal zwei Jahre in die Transfergesellschaften TÜV Nord gewechselt, die sie bei der Suche nach neuen beruflichen Perspektiven intensiv betreut 

Auf Antrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) vom Februar 2015 wird mit der heutigen Entscheidung die Unterstützung aus EGF-Mitteln möglich. Gefördert werden Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die den Betroffenen bei der Arbeitsuche helfen. Hierzu zählen Einzel- und Gruppenqualifizierungen, Workshops, Seminarreihen, eine besonders intensive Stellenakquise durch die Transfergesellschaft sowie sog. Job-Speed-Datings, wobei die Bewerber nacheinander auf potentielle Arbeitgeber treffen. Die bewilligte Summe beläuft sich auf 6,9 Millionen Euro EGF-Mittel. Das Gesamtvolumen der Förderung beträgt 11,6 Millionen Euro (inklusive der nationalen Kofinanzierung).

EGF Hintergrund

Mit dem Europäischen Globalisierungsfonds (EGF) stellt die EU ihre Solidarität für Beschäftigte unter Beweis, die aufgrund von Verwerfungen im Welthandel oder infolge des Andauerns der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Arbeit verlieren. Dafür stellt sie von 2014 bis 2020 EU-weit jährlich bis zu 150 Millionen Euro bereit, um bei Krisen am Arbeitsmarkt schnell und gezielt helfen zu können. In Deutschland haben bisher knapp 11.600 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von der Unterstützung durch den EGF profitiert.

Eu­ro­päi­scher Fonds für die An­pas­sung an die Glo­ba­li­sie­rung (EGF)

Der Europäische Fonds zur Anpassung an die Globalisierung (EGF) - kurz Globalisierungsfonds - wurde Anfang 2007 ins Leben gerufen.