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Fortschritte beim Arbeitsschutz in Myanmar gewürdigt

11. Juni 2019

Staatssekretär Böhning (2.v.r.) mit den Spitzen der myanmarischen Delegation.
Staatssekretär Böhning (2.v.r.) mit den Spitzen der myanmarischen Delegation: Generaldirektor Nyunt Win (Arbeitsministerium), Generalsekretärin Khine Khine Nwe (Vereinigung der Bekleidungshersteller) und Präsident Maung Maung (Spitzenverband der Gewerkschaften). An dem Gespräch im BMAS nahm auch Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und Präsident der Internationalen Vereinigung für Soziale Sicherheit (ISSA) teil (l.)

Staatssekretär Björn Böhning hat am 7. Juni 2019 eine zehnköpfige Delegation von hochrangigen Regierungsvertretern und Sozialpartnern aus Myanmar im BMAS empfangen, um sich über die Umsetzung des Vision Zero Fonds (VZF) in Myanmar zu informieren. Dabei ging es um die Verbesserung des Arbeitsschutzes in der Textilindustrie und in der Landwirtschaft beim Ingweranbau.

Staatssekretär Böhning betonte die wichtige Rolle von Myanmar als erstes Pilotland, das Unterstützung vom Vision Zero Fund erhält. Die Verbesserung von Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit ist ganz zentral, um menschenwürdige Arbeit in globalen Lieferketten sicherzustellen. Myanmar ist ein sehr gutes Beispiel wie hier mit Hilfe des Vision Zero Fonds in nur wenigen Jahren spürbare Erfolge für die Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ort erzielt worden sind. Besonders positiv sei die enge Zusammenarbeit von Regierung und Sozialpartnern bei den Projekten in Myanmar zu bewerten.

Der Vision Zero Fonds ist ein globaler Präventionsfond, der zum Ziel hat, schwere und vor allem tödliche Arbeitsunfälle in Produktionsländern zu vermeiden. Der Fond
ist 2015 unter deutscher G7 Präsidentschaft eingerichtet worden und wird von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) umgesetzt. Auch von der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) wird er unterstützt.

Der Vision Zero Fonds arbeitet mittlerweile in 7 Ländern und wird bislang von sechs Regierungen und der EU mit über 12 Millionen Euro unterstützt. Voraussetzung für eine Förderung durch den Vision Zero Fonds ist, dass alle Akteure in einem Land - insbesondere Regierungen und Sozialpartner - eng zusammenarbeiten und sich auf konkrete Maßnahmen zum Arbeitsschutz verständigen.