Navigation und Service

Arbeitsrecht

4. August 2020

Was verändert sich beim Thema Arbeit?

Glossar

Das Zeichen § heißt Paragraph. Ein Paragraph ist ein Teil von einem Gesetz. So ähnlich wie ein Kapitel.
Ein Arbeitgeber ist der Chef oder die Chefin einer Firma. Die Person leitet die Firma. Er oder sie hat Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Arbeitnehmer sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einer Firma. Man kann auch sagen: Sie sind die Angestellten.
Ein Arbeitnehmer ist ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin einer Firma. Manchmal arbeiten Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin eine Zeit lang für eine andere Firma. Im Moment ist das auch so. Wegen der Corona-Pandemie. Zum Beispiel: Im Moment haben Restaurants geschlossen. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Restaurants haben im Moment viel weniger Arbeit. Oder sie arbeiten im Moment gar nicht. Aber: Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Supermärkten arbeiten gerade sehr viel. Sie machen viele Überstunden. Dann kann die Chefin von einem Restaurant entscheiden: Ich mache eine Arbeitnehmer-Überlassung. Ich verleihe meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Sie arbeiten im Moment nicht mehr in meinem Restaurant. Sondern in einem Supermarkt. So bekommen die Menschen im Supermarkt Unterstützung. Und niemand muss entlassen werden.
Arbeits-unfähigkeits-Bescheinigung ist ein anderes Wort für eine Krank-Meldung.
Manchmal fühlt man sich krank.
Man kann nicht arbeiten gehen.
Sind Sie länger als 3 Tage krank?
Dann brauchen Sie eine Krank-Meldung.
Das heißt:
Man ist krank.
Man geht zum Arzt.
Der Arzt oder die Ärztin schreibt mich krank.
Er oder sie schreibt auch auf:
Wie lange werde ich wahrscheinlich krank sein?
Dann muss ich sofort meinem Chef oder meiner Chefin Bescheid sagen.
Ich kann es auch am Telefon machen.
Bakterien sind sehr kleine Lebewesen. Manche Bakterien können Menschen krank machen. Es gibt aber auch nützliche Bakterien. Bakterien sind so klein, dass man sie nicht sehen kann. Man sieht sie nur unter dem Mikroskop.
Welche Aufgaben hat ein Betriebs-Arzt? Er ist für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einer Firma zuständig.
Er berät die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Und den Chef oder die Chefin. Manchmal untersucht der Betriebs-Arzt die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Und er oder sie kümmert sich um das Thema Arbeits-Sicherheit. Also um die Frage: Wie können alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Firma beim Arbeiten gesund bleiben?
Der Betriebs-Rat setzt sich für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ein. Er berät die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Zum Beispiel, wenn sie Probleme haben. Durch den Betriebs-Rat können die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Firma mitbestimmen. Die Mitglieder im Betriebs-Rat werden gewählt.

Bei einer Betriebs-Versammlung treffen sich diese beiden Gruppen und tauschen sich aus:

  • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einer Firma
  • die Chefs und Chefinnen einer Firma

Niemand sonst darf dabei sein. Niemand sonst darf von den Themen der Betriebs-Versammlung wissen.

Die Abkürzung für Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales ist BMAS.
Es soll allen Menschen in Deutschland gut gehen.
Alle Menschen sollen Arbeit haben.
Alle Menschen sollen Geld zum Leben haben.
Auch wenn die Menschen arbeits-los sind.
Dafür arbeitet das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales.

Das Corona-Virus ist ein neues Virus.
Im Januar 2020 ist es ausgebrochen.
Das Virus ist sehr klein.
Man kann es nur unter dem Mikroskop sehen.
Das Wort Corona bedeutet Kranz oder Krone.
Denn die Form sieht unter dem Mikroskop ein bisschen wie ein Kranz oder eine Krone aus.
Alle Menschen können das Virus bekommen.
Das Virus ist auf einem Tier-Markt in der Stadt Wuhan in China ausgebrochen.
Von dort hat sich das Virus immer weiter ausgebreitet.
Zuerst nur in China.
Dann auch in immer mehr anderen Menschen.
Jetzt gibt es fast überall auf der Welt kranke Menschen.
Das Virus breitet sich schnell aus.
Auch in Deutschland.
Wer das Virus hat, kann sich erkältet fühlen.
Viele Menschen haben dann zum Beispiel Husten und Fieber.
Für die meisten Menschen ist das neue Virus nicht gefährlich.
Aber manche Menschen können daran sterben.
Zum Beispiel alte Menschen oder Babys.
Oder Menschen, die nicht genug Abwehr-Stoffe im Körper haben.
Das medizinische Fach-Wort für das Corona-Virus ist Sars-CoV-2.

COVID-19 ist eine Krankheit.
Sie wird durch das Corona-Virus verursacht.
Das heißt:
Das Corona-Virus ist die Ursache für die Krankheit COVID-19.
Grenz-Gänger heißt entweder: Ich wohne in Deutschland. Aber ich arbeite in einem Nachbar-Land. Oder es heißt: Ich wohne in einem Nachbar-Land. Aber ich arbeite in Deutschland.
Dann gibt es besondere Regeln zum Thema Arbeit.
Home Office ist Englisch. Es heißt: Ich arbeite von zu Hause aus.
Kurz-Arbeit heißt: Sie arbeiten weniger lang als sonst. Die Firma ist in einer schwierigen Lage. Zum Beispiel wegen der Krankheit COVID-19. Die Firma verdient weniger Geld. Die Arbeiter und Arbeiterinnen arbeiten weniger. Und sie kriegen auch weniger Geld dafür.
Eine Firma kann entscheiden: Niemand soll gekündigt werden. Aber unsere Arbeiter und Arbeiterinnen arbeiten kürzer. Dann bekommen die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Zeit auch weniger Geld. Dieses Geld nennt man dann Kurz-Arbeiter-Geld.
Das Kurz-Arbeiter-Geld bekommen die Arbeiter und Arbeiterinnen dann von der Agentur für Arbeit.
In einem Labor arbeiten medizinische Fach-Leute.
Sie untersuchen dann die medizinische Proben. Also zum Beispiel Speichel. [Speichel ist ein anderes Wort für Spucke.] Oder Blut. Sie unter-suchen zum Beispiel: Hat eine Person das Corona-Virus im Körper oder nicht?
Pandemie heißt:
Eine Krankheit breitet sich schnell aus.
Nicht nur in bestimmten Gebieten.
Sondern auf der ganzen Welt.
Die Abkürzung für Robert-Koch-Institut ist RKI.
Am Robert-Koch-Institut arbeiten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.
Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen untersuchen Krankheiten. Im Moment untersuchen sie vor allem das Corona-Virus.
In vielen Firmen gibt es eine Schwerbehinderten-Vertretung. Sie ist zuständig für die Rechte von Menschen mit Behinderung bei der Arbeit.

Fast alle Menschen in Deutschland haben eine Sozial-Versicherung. Sie sind versichert, wenn etwas passiert. Zum Beispiel:

  • Man wird schwanger.
  • Man bekommt ein Baby.
  • Man braucht Pflege.
  • Man hat einen Arbeits-Unfall.
  • Man hat eine Krankheit. Diese Krankheit wurde durch meine Arbeit ausgelöst.
  • Jemand ist krank. Darum kann die Person weniger arbeiten.
  • Man ist alt. Darum arbeitet man weniger. Oder gar nicht mehr.

In diesen Fällen bekommt man Geld von der Sozal-Versicherung.

Jeder ist schon einmal krank gewesen. Manchmal ist ein Virus der Grund für eine Krankheit. Viele verschiedene Krankheiten werden durch Viren ausgelöst. Zum Beispiel Schnupfen. Oder Covid-19. Ein Virus ist sehr, sehr klein. Man kann ihn nur unter dem Mikroskop sehen. Virus ist ein lateinisches Wort. Übersetzt heißt es Schleim, Saft oder Gift.

Entgelt-Fortzahlung

Das heißt:
Wird mein Lohn weiter-gezahlt?

  • Sind Sie gesund?
    Wollen Sie arbeiten?
    Können Sie arbeiten?
    Aber viele andere Menschen in Ihrer Firma haben COVID-19?

    Daran ist niemand Schuld.
    Sie nicht.
    Und der Chef oder die Chefin auch nicht.

    Dann kann Ihr Chef entscheiden:
    In der Firma wird nicht mehr gearbeitet.
    Sie müssen dann trotzdem bezahlt werden.
    Auch wenn Sie nicht mehr arbeiten.

    Aber:
    Man kann sich anders einigen.
    Vielleicht gibt es Verträge dazu.

  • Vielleicht entscheidet die Regierung:
    Es gibt eine behördliche Infektions-Schutz-Maßnahme.

    Was heißt das?

    Es kann heißen:
    Sie dürfen nicht mehr arbeiten.

    Oder es kann heißen:
    Sie müssen in Quarantäne.
    Das heißt:
    Sie dürfen keine anderen Menschen mehr treffen.

    In dieser Zeit kann Ihr Lohn weiter gezahlt werden.
    Für eine Zeit von höchstens 6 Wochen.

    In Ihrem Vertrag steht etwas Anderes?
    Ihr Lohn wird nicht weiter gezahlt?
    Dann können Sie eine Entschädigung bekommen.
    Eine Entschädigung ist Geld.

    Wird Ihr Lohn von Ihrem Chef oder Ihrer Chefin weiter-bezahlt?
    Oder bekommen Sie Kranken-Geld?
    Dann bekommen Sie keine Entschädigung.

    6 Wochen bekommen Sie genauso viel Geld.
    Die Entschädigung ist genauso hoch wie Ihr Lohn.
    Danach bekommen Sie Kranken-Geld.
    Das ist weniger als Ihr Lohn.

    Ihr Chef oder Ihre Chefin kann sich dieses Geld zurück-zahlen lassen.

Kurz-Arbeiter-Geld

Rechte und Pflichten bei der Arbeit

  • Dann können Sie nicht arbeiten.
    Sie werden trotzdem weiter bezahlt.
    6 Wochen lang zahlt Ihr Chef oder Ihre Chefin den Lohn weiter.
    Danach bezahlt die Kranken-Kasse dafür.

  • Sie haben keinen gesetzlichen Anspruch darauf.
    Das heißt:
    Es steht nicht im Gesetz.
    Nicht alle Menschen haben ein Recht auf Arbeit von zu Hause aus.
    Aber:
    Sie können sich mit ihrem Chef einigen.
    Oder:
    Vielleicht steht es in Ihrem Arbeits-Vertrag?

    Im Moment arbeiten viele Menschen von zu Hause aus.
    Damit sie sich nicht mit dem Corona-Virus anstecken.
    Sprechen Sie mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin darüber.
    Vielleicht ist es möglich.

  • Wie alt ist Ihr Kind?
    Braucht es Betreuung?
    Das heißt:
    Muss jemand auf das Kind aufpassen?

    Zuerst müssen Sie gucken:
    Kann jemand anderes auf das Kind aufpassen?
    Zum Beispiel Ihr Partner oder Ihre Partnerin.
    Aber vielleicht klappt das nicht.
    Vielleicht gibt es keine andere Lösung.
    Nur Sie können auf das Kind aufpassen.
    Dann dürfen Sie zu Hause bleiben.
    Vielleicht müssen Sie auch keinen Urlaub dafür nehmen.
    Sprechen Sie mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin darüber.
    Vielleicht können Sie in der Zeit weiter bezahlt werden.
    Vielleicht auch nicht.
    Es muss geprüft werden.

    Nehmen Sie Urlaub, um auf Ihr Kind aufzupassen?
    Dann werden Sie weiter bezahlt.

    Sprechen Sie mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin darüber.
    Finden Sie gute Lösungen.

    Wollen Sie mehr wissen zum Thema Eltern-Entschädigung?
    Mehr Informationen finden Sie im Infektions-Schutz-Gesetz.
    Hier finden Sie den Text.
    Der Text ist nicht in Leichter Sprache.

  • Vielleicht werden wegen Corona Maßnahmen angeordnet.
    Das heißt zum Beispiel:
    Vielleicht entscheidet die Regierung:
    Alle Menschen müssen zu Hause bleiben.
    Vielleicht fahren auf manchen Strecken keine S-Bahnen und U-Bahnen mehr.
    Manche Menschen kommen dann nicht an ihren Arbeits-Platz.
    Sie können ihn nicht erreichen.

    Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin trägt das Wege-Risiko.
    Das heißt:
    Er oder sie ist für den Arbeits-Weg verantwortlich.
    Nicht der Chef oder die Chefin.
    Das heißt:
    Dann werden Sie nicht bezahlt.

  • Ihre Kollegen und Kolleginnen sind krank?
    Sie wollen zu Hause bleiben?
    Darauf haben Sie keinen Anspruch.
    Das heißt:
    Das steht so nicht im Gesetz.
    Das hat sich durch das Corona-Virus nicht verändert.

    Aber man muss gucken:
    Wie ist die Situation an Ihrer Arbeits-Stelle?
    Haben Sie gemerkt:
    Ihre Kollegen und Kolleginnen husten?
    Das reicht nicht aus.
    Ihre Arbeit ist wahrscheinlich nicht lebens-gefährlich für Sie.

    Oder wissen Sie:
    Ihre Kollegen und Kolleginnen haben die Krankheit COVID-19?
    Dann ist Ihre Gesundheit in Gefahr.

    Auch dann gilt:
    Die Situation muss genau geprüft.
    Es muss in jedem Einzel-Fall entschieden werden.
    Sprechen Sie zuerst mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin darüber.
    Vielleicht finden Sie gemeinsam eine Lösung.

  • Was sind Überstunden?
    Zum Beispiel:
    In meinem Arbeitsvertrag steht:
    Ich arbeite jede Woche 40 Stunden.
    Aber:
    Viele Kollegen und Kolleginnen sind krank.
    Mein Chef entscheidet:
    Ich muss jeden Tag eine Stunde länger arbeiten.
    Dann arbeite ich 45 Stunden pro Woche.
    Das sind dann 5 Überstunden pro Woche.
    Was steht in Ihrem Arbeits-Vertrag zum Thema Überstunden?
    Steht da nichts zum Thema Überstunden?
    Dann müssen Sie keine Überstunden machen.

    Steht in Ihrem Vertrag, dass Sie Überstunden machen müssen?
    Geht die Arbeit sonst nicht weiter?
    Das ist ein Schaden für die Firma.
    Vielleicht gibt es keine andere Möglichkeit.
    Die Überstunden werden dringend gebraucht.

    Das kann auch wegen des Corona-Virus nötig sein.
    Viele Menschen sind krank.
    Dann müssen die gesunden Menschen vielleicht Überstunden machen.

    Werden diese Überstunden bezahlt?

    Auch das kommt auf Ihren Vertrag an.
    Steht in Ihrem Vertrag, wie die Überstunden bezahlt werden?
    Dann gilt der Vertrag.

    Steht es nicht in Ihrem Vertrag?
    Aber Ihr Chef oder Ihre Chefin sagen:
    Die Überstunden sind nötig?
    Sie müssen die Überstunden machen?
    Dann haben Sie ein Recht auf Bezahlung der Überstunden.

  • Der Chef oder die Chefin darf nur mit einem guten Grund nach meiner Gesundheit fragen.
    Er oder sie darf es nicht einfach so machen.

    Manchmal sind Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen krank.
    Dann bekommen sie eine Krank-Meldung.
    Man kann auch Arbeits-unfähigkeits-Bescheinigung.
    Auf der Krank-Meldung steht kein Grund.
    Die Krankheit steht nicht drauf.
    Denn:
    Der Chef oder die Chefin muss sie nicht wissen.

    Bei der Krankheit COVID-19 kann es anders sein.

    Vielleicht hat ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin die Krankheit COVID-19.
    Dann darf der Chef danach fragen.
    Denn:
    Die anderen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen geschützt werden.
    Sie sollen sich nicht anstecken.
    Der Chef oder die Chefin müssen sie davor schützen.
    Darum darf er Sie nach Ihrer Krankheit fragen.

  • Arbeits-unfähigkeits-Bescheinigung ist ein anderes Wort für eine Krank-Meldung.

    Manchmal fühlt man sich krank.
    Man kann nicht arbeiten gehen.
    Sind Sie länger als 3 Tage krank?
    Dann brauchen Sie eine Krank-Meldung.

    Das heißt:
    Man ist krank.
    Man geht zum Arzt.
    Der Arzt oder die Ärztin schreibt mich krank.
    Er oder sie schreibt auch auf:
    Wie lange werde ich wahrscheinlich krank sein?
    Dann muss ich sofort meinem Chef oder meiner Chefin Bescheid sagen.
    Ich kann es auch am Telefon machen.

    Der Chef oder die Chefin kann aber auch entscheiden:
    Ich kann die Krank-Meldung später abgeben.
    Oder der Chef oder die Chefin können sagen:
    Ich brauche die Krank-Meldung gar nicht.
    Am besten fragen Sie Ihren Chef oder Ihre Chefin danach.

    Vielleicht können Sie nicht sofort eine Krank-Meldung bekommen.
    Zum Beispiel, weil in der Arzt-Praxis zuviel los ist.
    Dann können Sie die Krank-Meldung auch später abgeben.
    Vielleicht werden Sie solange nicht bezahlt.
    Dieses Geld muss Ihnen Ihr Chef oder Ihre Chefin dann später nach-zahlen.

  • Eigentlich ja.
    Veranstaltungen und Dienst-Reisen gehören zu Ihrer Arbeit?
    Dann müssen Sie reisen.
    Aber es gibt Ausnahmen.

    Ist die Reise unzumutbar für Sie?
    Zum Beispiel weil sie gefährlich ist?
    Dann muss man es im Einzel-Fall entscheiden.
    Man muss zum Beispiel gucken:
    Wohin geht die Dienst-Reise?
    Oder:
    Was für eine Veranstaltung ist es?
    Ist es gefährlich?
    Kann ich mich da mit dem Corona-Virus anstecken?

    Sprechen Sie mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin darüber.
    Vielleicht finden Sie zusammen eine Lösung.

  • Der Chef oder die Chefin muss entscheiden:
    Ist die Arbeit gefährlich für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen?
    Das nennt man Gefährdungs-Beurteilung.

    Der Chef oder die Chefin muss dann gucken:
    Wie können die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gut geschützt werden?
    Was muss man dafür tun?

    Zum Beispiel:
    Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen mehr Abstand zueinander halten.
    Oder:
    Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen zu unterschiedlichen Zeiten arbeiten.
    Damit sie weniger Kontakt haben.

    Auf diesen Internet-Seiten findet man Beispiele dafür:

    Die Texte auf den Internet-Seiten sind nicht in Leichter Sprache.
    Manche Menschen arbeiten in einem Labor.
    Sie arbeiten mit Viren oder Bakterien.
    Sie müssen besonders geschützt werden.
    Zum Beispiel durch Schutz-Kleidung.
    Zum Beispiel Schutz-Handschuhe.
    Oder durch einen Atem-Schutz.

    Diese Schutz-Kleidung müssen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von ihren Chefs
    bekommen.

    Vielleicht muss die Arbeit anders organisiert werden.

    Man muss sich die Arbeits-Plätze genau angucken.
    Nur dann kann man entscheiden:
    Wie können die Arbeiter und Arbeiterinnen am besten geschützt werden?

    Und die Arbeiter und Arbeiterinnen brauchen gute Beratung.
    Sie müssen wissen:
    Wie kann ich mich selbst schützen?
    Was muss ich beachten?

    Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen regelmäßig untersucht werden.
    Regelmäßig heißt:
    Die Untersuchungen sind immer wieder.
    Nicht nur einmal.

  • Der Chef oder die Chefin haben eine Fürsorge-Pflicht für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
    Das heißt:
    Der Chef oder die Chefin sind verantwortlich.
    Sie haben die Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

    Darum kann Ihr Chef oder Ihre Chefin Sie nach Hause schicken, wenn Sie krank sind.
    Sie werden dann weiter bezahlt.
    Sie sind gesund?
    Eigentlich könnten Sie arbeiten?
    Aber Ihr Chef oder Ihre Chefin will vorsichtig sein und schickt Sie trotzdem zu Hause?
    Das nennt man Annahme-Verzug.
    Auch dann müssen Sie weiter bezahlt werden.
    Und sie müssen die Zeiten nicht nach-arbeiten.

  • Es gibt den Arbeits-Kreis COVID-19.
    Er hat sich sehr schnell gegründet.
    Der Arbeits-Kreis hat alle Informatonen dazu aufgeschrieben.
    Hier finden Sie sie:
    www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Biostoffe/FAQ/pdf/Empfehlungen-organisatorische-Massnahmen.pdf

  • Grenz-Gänger heißt entweder:
    Ich wohne in Deutschland.
    Aber ich arbeite in einem Nachbar-Land.

    Oder es heißt:
    Ich wohne in einem Nachbar-Land.
    Aber ich arbeite in Deutschland.

    Da gibt es besondere Regeln.

    In den deutschen Gesetzen steht:
    Der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin ist für ihren Weg zur Arbeit verantwortlich.
    Das nennt man Wege-Risiko.

    Was passiert, wenn der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin nicht zur Arbeit kommen kann?
    Dann kann er oder sie nicht arbeiten.
    Dann bekommt er oder sie auch kein Gehalt.

    Es gibt eine Ausnahme:
    Vielleicht besprechen Sie etwas anderes mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin?
    Vielleicht können Sie sich einigen.

    Kommen Sie gerade wegen des Corona-Virus nicht zu Ihrer Arbeit?
    Sie können dafür keine Abmahnung bekommen.
    Und Sie können auch nicht gekündigt werden.
    Denn:
    Es ist nicht Ihre Schuld.
    Schuld ist das Corona-Virus.
    Darum ist es eine Not-Lage.

    Grenz-Gänger von Deutschland in ein anderes Land
    Sie leben in Deutschland.
    Aber Sie arbeiten in einem Nachbar-Land?
    Dann gilt das Arbeits-Recht aus dem anderen Land.
    Das heißt zum Beispiel:

    Sie leben in Deutschland.
    Aber Sie arbeiten in Frankreich.
    Dort haben Sie auch Ihre Sozial-Versicherung.
    Dann gelten beim Thema Arbeit für Sie die französischen Rechte und Gesetze.
    Auch die Regeln und Gesetze zum Thema Kranken-Tage-Geld.
    [Kranken-Tage-Geld heißt:
    Wieviel Geld wird mir bezahlt, wenn ich längere Zeit krank bin?]
    Und die Regeln und Gesetze zum Thema Kurz-Arbeiter-Geld.

    Sie arbeiten wegen der Corona-Krise von zu Hause?
    Das ändert nichts.
    Trotzdem ist die Firma in einem anderen Land.
    Dann gelten die Rechte und Gesetze aus diesem Land.
    Auch wenn Sie in Deutschland im Home Office arbeiten.

    Grenz-Gänger von einem anderen Land nach Deutschland
    Sie leben in einem anderen Land.
    Aber Sie arbeiten in Deutschland.
    In der Firma wird nicht mehr gearbeitet.
    Dann können Sie von einer deutschen Firma Kurz-Arbeiter-Geld bekommen.

    Sie arbeiten wegen der Corona-Krise von zu Hause?
    Das ändert nichts.
    Trotzdem ist die Firma in Deutschland.
    Dann gelten die Rechte und Gesetze aus Deutschland.
    Auch wenn Sie in einem anderen Land im Home Office arbeiten.

  • Arbeits-medizinische Vorsorge ist ein Schutz für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
    Im Moment gibt es eine Corona-Pandemie.
    Darum müssen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gerade besonders gut geschützt werden.
    Alle müssen sehr vorsichtig sein.
    Der Schutz ist genauso wie in einer Arzt-Praxis.
    Man muss gute Lösungen für alle finden.
    Das kann im Notfall auch am Telefon sein.
    Alle müssen gute Informationen und Beratung haben.

Wie werden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor dem Corona-Virus geschützt? Sie sollen sich nicht mit dem Virus anstecken. Was kann man tun?

  • Manche Menschen haben an ihrer Arbeit Kontakt mit dem Corona-Virus.
    Zum Beispiel:

    • Ärzte und Ärztinnen
    • Kranken-Schwestern und Kranken-Pfleger
    • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einem Labor

    Diese Menschen müssen besonders gut geschützt werden.
    Zum Beispiel, weil sie kranke Menschen treffen und untersuchen.
    Auch Menschen mit der Krankheit COVID-19.
    Oder weil sie das Corona-Virus im Labor unter-suchen.

    Für diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gibt es besondere Regeln.
    Man kann sie in diesen Texten nach-lesen:

    • in der Bio-Stoff-Verordnung
    • in den Technischen Regeln TRBA 100 und 250

    Diese Texte sind nicht in Leichter Sprache.

    In diesen Texten wird beschrieben:
    Wie können diese Menschen geschützt werden?

    Das Corona-Virus ist sehr gefährlich.
    Darum müssen sich Menschen in diesen Berufen besonders gut mit dem Virus auskennen.
    Sie brauchen gute Informationen dazu.
    Nur dann können sie gut und sicher mit dem Corona-Virus arbeiten.

  • Manche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen treffen bei ihrer Arbeit viele Menschen.
    Zum Beispiel im Supermarkt.
    Oder in einer Apotheke.
    Vielleicht treffen diese Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei ihrer Arbeit kranke
    Menschen.
    Auch Menschen mit der Krankheit COVID 19.
    Man kann es nicht sicher sagen.
    Aber es kann passieren.

    Auch diese Menschen müssen gut vor dem Corona-Virus geschützt werden.
    Damit sie sich nicht anstecken.
    Wie können diese Menschen geschützt werden?
    Informationen dazu findet man in diesen Texten:

    • im Pandemie-Plan der Regierung in meinem Bundes-Land
    • im Infektions-Schutz-Gesetz (Abkürzung: IfSG)

    Manchmal kann auch der Chef oder die Chefin etwas verändern.
    Sie sind dafür verantwortlich.
    Sie müssen ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen schützen.
    Und sie müssen sich gut beraten lassen.
    Zum Beispiel von einem Betriebs-Arzt.
    Oder von Fach-Leuten für Arbeits-Sicherheit.

Auswirkungen auf die Arbeit der Betriebsräte

Arbeitnehmer-Überlassung

  • Eine Firma kann ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an eine andere Firma ausleihen.
    Das geht so:
    Ein Arbeitnehmer ist ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin einer Firma.
    Manchmal arbeiten Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin eine Zeit lang für eine andere Firma.
    Im Moment ist das auch so.
    Wegen der Corona-Pandemie.
    Zum Beispiel:
    Im Moment haben Restaurants geschlossen.
    Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Restaurants haben im Moment viel weniger Arbeit.
    Oder sie arbeiten im Moment gar nicht.
    Aber:
    Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Supermärkten arbeiten gerade sehr viel.
    Sie machen viele Überstunden.
    Dann kann die Chefin von einem Restaurant entscheiden:
    Ich mache eine Arbeitnehmer-Überlassung.
    Ich verleihe meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
    Sie arbeiten im Moment nicht mehr in meinem Restaurant.
    Sondern in einem Supermarkt.
    So bekommen die Menschen im Supermarkt Unterstützung.
    Und niemand muss entlassen werden.

    Das ist erlaubt.
    Aber:

    • Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen einverstanden sein.
    • Die Firma verleiht ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nur für eine bestimmte Zeit.
      Nicht auf Dauer.
    • Es passiert wegen der Corona-Krise.
    • Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen gleich behandelt werden.
      Alle, die fest bei einer Firma arbeiten.
      Und alle, die von einer anderen Firma ausgeliehen wurden.

    Aber:
    Nicht alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können von einer Firma zur anderen ausgeliehen werden.
    Zum Beispiel:
    Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus einem Bau-Gewerbe dürfen nicht alle Arbeiten in einer anderen Firma machen.
    Manche Arbeiten dürfen nur Arbeiter und Arbeiterinnen machen.

    Mehr Einzelheiten zur Arbeitnehmer-Überlassung finden Sie im Arbeitnehmer-Überlassungs-Gesetz.
    Die Abkürzung für dieses Gesetz ist AÜG.
    Es steht in § 1 Absatz 3 Nummer 2a.

    Das Zeichen § heißt Paragraph.
    Ein Paragraph ist ein Teil von einem Gesetz.
    So ähnlich wie ein Kapitel.

Co­ro­na-Vi­rus  [pdf, 235KB]

Kann ich zuhause bleiben? Muss ich ins Büro, wenn die Kollegen husten? Viele Menschen haben im Moment Fragen zu diesen Themen. Diese Fragen beantworten wir hier.

Kurz-Ar­beit und Wei­ter­bil­dung  [pdf, 294KB]

Fragen und Antworten rund um das Kurz-Arbeiter-Geld, Arbeits-Zeit und Neben-Jobs.

Seite teilen