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Einsatz und Absicherung sozialer Dienstleister

9. Juni 2020

Wie werden soziale Dienstleister eingesetzt und abgesichert?

In diesem Text kommen Fremdwörter und Fachbegriffe vor.
Sie werden am Anfang erklärt.
Die Erklärungen sind nach dem Alphabet sortiert.
Im Text sind die Wörter fett markiert.
Dann weiß man:
Zu diesem Wort gibt es eine Erklärung in Leichter Sprache.

Glossar

Ausbreitung heißt:
Immer mehr Menschen bekommen das Corona-Virus.
Sie stecken sich gegenseitig an.
So verbreitet sich das Virus.
Immer mehr Menschen bekommen es.
An immer mehr Orten.

Die Abkürzung für das Bundes-Amt für Migration und Flüchtlinge ist: BAMF.
Das Bundes-Amt für Migration und Flüchtlinge gehört zur deutschen Regierung.
Es ist zuständig für alle Aufgaben, die mit Flüchtlingen zu tun haben.
Und mit Menschen aus anderen Ländern, die in Deutschland leben.

Zum Beispiel:
Wie können Flüchtlinge in Deutschland gut geschützt werden?

BMAS ist die Abkürzung für das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales. Das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales ist Teil der deutschen Regierung.
Es soll allen Menschen in Deutschland gut gehen.
Alle Menschen sollen Arbeit haben.
Alle Menschen sollen Geld zum Leben haben.
Auch wenn sie arbeits-los sind.
Dafür arbeitet das Bundes-ministerium für Arbeit und Soziales.
Das Corona-Virus ist ein neues Virus.
Im Januar 2020 ist es ausgebrochen.
Seitdem verbreitet es sich um die ganze Welt.
Alle Menschen können das Virus bekommen.
Darum gibt es jetzt überall auf der Welt kranke Menschen.
Das Virus breitet sich schnell aus.
Auch in Deutschland.
Wer das Virus hat, kann sich erkältet fühlen.
Viele Menschen haben dann zum Beispiel Husten und Fieber.
Für die meisten Menschen ist das neue Virus nicht gefährlich.
Aber manche Menschen können daran sterben.
Zum Beispiel alte Menschen.
Oder Menschen, die nicht genug Abwehr-Stoffe im Körper haben.

Einrichtungen sind zum Beispiel:

  • Kinder-Krippen
  • Vorschulen
  • Schulen
  • Kindergärten
  • Wohnheime
  • Altenheime
  • Werkstätten für Menschen mit Behinderung

In Einrichtungen geht es um Menschen.
Sie werden in den Einrichtungen versorgt.

In einem Frauen-Haus finden Frauen Schutz und Unterstützung.
Sie sind dort in Sicherheit.
Zum Bespiel, wenn sie Gewalt erlebt haben.
Frauen können dort eine Zeit lang sicher leben.
Auch zusammen mit ihren Kindern.
Das Haus ist an einem geheimen Ort.
Damit alle Menschen im Frauen-Haus sicher sind.
Damit sie nicht länger Gewalt erleben.
Gemein-nützig ist zum Beispiel ein Verein.
Es heißt:
Die Arbeit vom Verein ist gut für die Menschen.
Und nicht nur für wenige Menschen.
Sondern für eine ganze Gruppe von Menschen.
Zum Beispiel für ältere Menschen.
Oder für Menschen mit Behinderung.
Krise ist ein anderes Wort für eine schwere Zeit.
Eine schwierige Situation.
Zum Beispiel:
Im Moment verändert sich das Leben vieler Menschen.
Sie können nicht arbeiten.
Sie sind viel zu Hause.
Viele Menschen verdienen gerade nur wenig Geld.
Das passiert durch das Corona-Virus.
Darum kann man zu dieser Zeit auch Corona-Krise sagen.

Die Agentur für Arbeit zahlt Kurz-Arbeiter-Geld.
Viele Menschen können im Moment nicht arbeiten.
Oder sie dürfen es nicht.
Darum verdienen sie gerade keinen Lohn.
Das Kurz-Arbeiter-Geld ist ein Ersatz dafür.
Das Kurz-Arbeiter-Geld wird nicht vom Chef oder der Chefin einer Firma gezahlt.
Sondern von der Agentur für Arbeit.
So werden auch die Firmen entlastet.

Das heißt:
Es wird auch für die Firmen einfacher.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können weiter-bezahlt werden.
Sie müssen nicht entlassen werden.
Es gibt weniger Kündigungen.
Das heißt:
Kurz-Arbeiter-Geld entlastet die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Und es entlastet die Chefs und Chefinnen von Firmen.

Lebensmittel sind Essen und Getränke.
Davon ernährt sich der Körper.
Pandemie heißt:
Eine Krankheit breitet sich schnell aus.
Nicht nur in bestimmten Gebieten.
Sondern auf der ganzen Welt.

Manche Menschen gehören im Moment zur Risiko-Gruppe.
Das heißt:
Sie können sich besonders leicht mit dem Corona-Virus anstecken.
Und das Virus ist besonders gefährlich für sie.
Sie können daran sterben.
Zur Risiko-Gruppe gehören zum Beispiel:

  • alte Menschen
  • Raucher und Raucherinnen
  • Menschen mit Behinderung
  • Menschen mit schlechten Abwehr-Kräften
Ein soziale Dienstleister arbeitet mit Menschen.
Zum Beispiel in der Pflege.
Im Wohnheim.
Oder in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Die Abkürzung für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen ist WfbM.
In einer WfbM arbeiten erwachsene Menschen mit Behinderung.
Jeder Mensch mit Behinderung hat das Recht auf einen Arbeits-Platz.
Und ein Recht auf besondere Unterstützung am Arbeits-Platz.
Viele Menschen mit Behinderung bekommen diese Unterstützung in einer Werkstatt für behinderte Menschen.
Dort können sie einen Beruf lernen.
Und sie können nach der Ausbildung dort arbeiten.


Problem und Lösung

Soziale Dienstleister arbeitet mit Menschen.
Zum Beispiel in der Pflege.
Im Wohnheim.
Oder in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Viele soziale Dienstleister können ihre Arbeit im Moment nicht leisten.
Oder nicht so wie sonst.
Wegen der Corona-Pandemie.

Viele Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind geschlossen.
Viele Sprach-Kurse werden abgesagt.
In vielen Wohn-Heimen und Alten-Heimen gibt es strenge neue Regeln.

In diesen Bereichen arbeiten viele Menschen.
Sie sind jetzt besonders wichtig.
Sie können jetzt bei der Corona-Krise mithelfen.
Aber:
Dafür müssen sie neue Lösungen finden.
Sie müssen ihre Arbeit jetzt anders machen als sonst.

Viele Firmen verdienen im Moment weniger Geld.
Das geht auch sozialen Dienstleistern so.
Manche von ihnen wissen nicht:
Wie komme ich durch die Corona-Krise?

Besonders schwer ist es für gemein-nützige Träger.
Sie dürfen nicht viel Geld ansparen.
Und sie können sich oft kein Geld bei der Bank leihen.

Bis jetzt wissen darum viele gemein-nützige Träger nicht:
Wie können Sie im Moment weiter-arbeiten?
Auch zur Zeit der Corona-Krise.

Aber:
Die Arbeit dieser Menschen wird gerade dringend gebraucht.
Das ist ein Problem.

Es gibt ein Gesetz dazu.
Es heißt Sozial-Dienstleister-Einsatz-Gesetz.
Die Abkürzung für dieses Gesetz ist SodEG.
In diesem Gesetz steht:

  1. Wie können soziale Dienstleister bei einer Krise helfen?
    und:
  2. Wie können soziale Dienstleister in dieser Krise weiter-arbeiten?

Die sozialen Dienstleister sind im Moment wichtig.
Ihre Arbeit wird gebraucht.
Sie sind wichtig in der Corona-Krise.
Sie können in dieser Zeit andere Aufgaben übernehmen.
Zum Beispiel:
Sie können dabei unterstützen, dass sich das Corona-Virus nicht weiter ausbreitet.

Für wen gilt dieses Gesetz?
Es gilt für fast alle sozialen Dienstleister.

In der Zeit der Corona-Krise haben die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von sozialen
Dienstleistern eine neue Aufgabe.
Man nennt es Sicherstellungs-Auftrag.
Das heißt:
Sie unterstützen die Sicherheit der Menschen in der Zeit der Corona-Krise.

So können dann durch die Kranken-Versicherung auch die sozialen Dienstleister weiter-bezahlt
werden.
Auch wenn sie einen Teil ihrer Arbeit im Moment nicht machen können.
Sie bekommen monatliche Zuschüsse.
Das heißt also:
Sie bekommen Geld.
Man guckt:
Wieviel Geld haben die sozialen Dienstleister in den letzten 12 Monaten bekommen?
Also in einem Jahr.
Davon bekommen sie in der jetzigen Zeit dann höchstens 75% [fünfundsiebzig Prozent].

Manchmal wird es auch für eine kürzere Zeit berechnet.
Nicht für 12 Monate.
Die Bundes-Länder entscheiden darüber.

Sie können es für ihren Bereich selbst fest-legen.
Das heißt:
Sie können darüber entscheiden.

Erfüllt der soziale Dienstleister weiter seine Aufgaben?
Dann bekommt er auch weiter Geld.


Mehr Informationen zur Antrags-Stellung

Soziale Dienstleister können einen Antrag stellen.
Dann können sie Zuschüsse bekommen.
Zuschüsse sind Geld.
So steht es im Sozial-Dienstleister-Einsatz-Gesetz.
Sie stellen den Antrag bei diesen Trägern:

  • die Bundes-Agentur für Arbeit
  • die Deutsche Renten-Versicherung
  • die Gesetzliche Unfall-Versicherung
  • die Jugend-Hilfe und die Eingliederungs-Hilfe in den verschiedenen Bundes-Ländern

Bei dem Träger, der für den soziale Dienstleister zuständig ist.
Bieten Sie Sprach-Kurse an?
Dann stellen Sie den Antrag beim Bundes-Amt für Migration und Flüchtlinge.
In dem Antrag muss dann stehen:
Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten zusammen gegen die Corona-Krise.
Dafür setzen sie alles ein:

  • ihre Zeit
  • ihre Kraft
  • ihre Räume
  • ihre Einrichtung

Besonders wichtig ist:
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen müssen jetzt Menschen in der Zeit der Corona-Krise unterstützen.
Zum Beispiel durch

  • Hilfe beim Einkaufen
  • Pflege
  • Begleitung bei Arzt-Besuchen
  • Beratung am Telefon
  • Unterstützung im Alltag

Vielleicht wird aber auch in anderen Bereichen Hilfe gebraucht.
Zum Bespiel:

  • bei der Ernte
  • beim Verteilen von Lebensmitteln

Wird in diesen Bereichen Hilfe gebraucht?
Dann müssen die sozialen Dienstleister auch dabei helfen.

Aber:
Vielleicht können nicht alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der sozialen Dienstleister in
diesen Bereichen unterstützen.
Zum Beispiel, wenn…

  • … es ein Betretungs-Verbot gibt.
    Zum Beispiel:
    Eine Kita hat geschlossen.
    Dort wird im Moment nicht gearbeitet.
    Und die Kita darf auch nicht betreten werden.
    Das heißt:
    Niemand darf in dem Gebäude sein.
  • … die Person zur Risiko-Gruppe gehört.
  • … die Arbeit bei dem sozialen Dienstleister normal weiter-geht.

    Auch in der Zeit der Corona-Krise.
    Zum Beispiel die Arbeit in einem Frauen-Haus.
    Oder die Arbeit in einem Wohnheim.

Dann machen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der sozialen Dienstleister ihre Arbeit weiter.
Auch diese Arbeit ist wichtig in der Zeit der Corona-Krise.
Der soziale Dienstleister kann trotzdem einen Antrag stellen.
Und er kann auch trotzdem Zuschüsse durch Geld bekommen.
Er muss nur genau beschreiben:
Welche Aufgaben haben die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in dieser Zeit?
Und:
Wie erfüllen sie diese Aufgaben?
Man muss es ganz genau beschreiben.

Diese Anträge können jetzt schnell gestellt werden.
Und sie werden auch schnell bearbeitet.
Dann kann das Geld auch schnell gezahlt werden.

Aber:
Nicht alle sozialen Dienstleister können diese Zuschüsse bekommen.
Manche von ihnen verdienen weiter Geld.
Auch in der Zeit der Corona-Krise.
Dann brauchen se die Zuschüsse nicht.
Und es gibt auch noch andere Möglichkeiten.
Zum Beispiel diese:

  • Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der sozialen Dienstleister können Kurz-Arbeiter-Geld bekommen.
    Oder:
  • Die sozialen Dienstleister können von einer anderen Stelle Geld bekommen.
    Zum Beispiel von den Bundes-Ländern.

    Oder aus einer Versicherung.

    Oder von einer anderen Einrichtung.

Es muss immer zuerst geprüft werden:
Woher kann der soziale Dienstleister Geld bekommen?
Erst dann kann über die Zuschüsse entschieden werden.

Ist der Sicherstellungs-Auftrag zu Ende?
Dann können sie Zuschüsse noch höchstens 3 Monate lang gezahlt werden.
Dann nicht mehr.

Durch den Sicherstellungs-Auftrag verändert sich die Arbeit vieler Menschen.
Aber es kostet nicht mehr Geld.
Es kostet genauso-viel wie die sonstige Arbeit der sozialen Dienstleister.
Oder sogar weniger.



Hier finden Sie den Link zu einer Internet-Seite vom Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales.
Dort finden Sie immer wieder neue Informationen zum Sozial-Schutz-Paket.
Die Informationen sind in schwerer Sprache.

www.bmas.de/sozialschutz-paket

So­zia­le Dienst­leis­ter  [pdf, 131KB]

Fragen und Antworten rund den Einsatz und die Absicherung sozialer Dienstleister.

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