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Europa

Faire Mobilität

Die Bundesregierung unterstützt die wachsende Arbeitskräftemobilität in der Europäischen Union mit Informations- und Beratungsangeboten für europäische Arbeitskräfte über arbeits- und sozialrechtliche Bedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) fördert bereits seit dem 1. August 2011 das Beratungs- und Informationsprojekt "Faire Mobilität - Arbeitnehmerfreizügigkeit sozial, gerecht und aktiv". Die Projektumsetzung haben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und dessen Partner übernommen. Das kostenlose Angebot richtet sich an Arbeitskräfte aus anderen europäischen Ländern und hilft ihnen dabei, gerechte Löhne und faire Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Dies geschieht durch arbeitsrechtliche und sozialrechtliche Information und Erstberatung in Beratungsstellen, die auf ausgewählten Muttersprachen in derzeit zehn Ballungszentren (Kiel, Oldenburg, Dortmund, Berlin, Frankfurt a.M., Stuttgart, München, Nürnberg, Mannheim und Erfurt) durchgeführt wird.

Viele Bundesländer haben in den letzten Jahren ebenfalls Informations- und Beratungsstellen für mobile Beschäftigte aus den EU-Mitgliedstaaten aufgebaut. Das Projekt "Faire Mobilität", der DGB sowie das BMAS unterstützen diese Landesinitiativen durch Information und Beratung und setzen sich für eine enge Zusammenarbeit ein.

Aufgabe von "Faire Mobilität" ist nicht nur die bundesweite Beratung und Information für mobile Beschäftigte, sondern auch die landesfinanzierten Beratungsangebote zu ergänzen und Aufgaben mit überregionalen Charakter wahrzunehmen. Das Ziel ist eine möglichst einheitliche und flächendeckende Beratung. Überregional wird die Beratung sowohl durch aufsuchende Beratung als auch telefonisch, über Email und bundesweite Aktionen angeboten. Zudem werden über die Internetseite und durch Informationsmaterialien mehrsprachige Informationen zur Verfügung gestellt und verbreitet. Um eine einheitliche und qualitativ hohe Beratung anbieten zu können, hat „Faire Mobilität“ darüber hinaus ein Konzept für die bundesweite Schulung von Berater*innen entwickelt und bietet regelmäßig Schulungen an, an denen auch Mitarbeiter*innen der landesfinanzierten Beratungsstellen teilnehmen können.

Die Beratungszahlen und die Zugriffe auf die Informationsangebote auf www.faire-mobilitaet.de zeigen, dass der Bedarf in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist. Die Bundesregierung hat daher im Jahr 2020 entschieden, dass das Projekt ab 2021 dauerhaft rechtlich und finanziell abgesichert und deutlich ausgeweitet wird.

Ein ähnlich gelagertes Beratungsangebot existiert auch für Beschäftigte aus Nicht-EU-Ländern (Drittstaatsangehörige), sowie für Geflüchtete und Geduldete. Das Projekt Faire Integration (faire-integration.de) wird vom BMAS gefördert und unterhält Beratungsstellen in allen 16 Bundesländern.

Weitere Informationen zum Projekt "Faire Mobilität" und seinen Beratungsleistungen finden Sie hier.

Weitere Informationen zur "Gleichbehandlungsstelle EU-Arbeitnehmer" finden Sie hier.