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Neue Arbeitswelt – Menschliche Arbeitswelt

Gemeinsam die Zukunft der Arbeitswelt sozial und fair gestalten

Eine Frau sitzt an einem Rechner und zeigt etwas

In Europa verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt. Die Corona-Pandemie beschleunigt diese Entwicklung. Das BMAS setzt sich dafür ein, den digitalen Strukturwandel fair und sozial zu gestalten – in der Weiterbildung, bei neuen Technologien und neuen Beschäftigungsformen.

Haben Sie heute auf dem Weg zur Arbeit auf dem Smartphone Ihre E-Mails gelesen? Arbeiten Sie schon mit „Kollege Roboter“ zusammen? Oder sind Sie im Homeoffice? So oder so: Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt schon heute.

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Dieser digitale Strukturwandel hin zu einer „Neuen Arbeit“ wird nun durch die Corona-Pandemie, die auch für Unsicherheit am Arbeitsmarkt sorgt, noch beschleunigt. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für die gesamte Europäische Union (EU). Deshalb ist es wichtig, jetzt die Chancen einer neuen Arbeitswelt zu ergreifen.

Europas Arbeitswelt wird digitaler und die Corona-Pandemie beschleunigt diesen Wandel. Daher müssen wir in der Europäischen Union nun gemeinsam Initiativen auf den Weg bringen, um die neue Arbeitswelt sozial und fair zu gestalten.

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales

Über Ländergrenzen hinweg

Zur „Neuen Arbeit“ gehören nicht nur Tätigkeiten, die neu erlernt werden müssen, sondern auch der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz und die Verbreitung neuer Beschäftigungsformen, zum Beispiel in der Plattformökonomie. Dies verändert Arbeitsbedingungen, die Entlohung und die soziale Absicherung. Den Entwicklungen ist gemein, dass sie viele EU-Länder gleichermaßen betreffen.

Die Frage, wie die Arbeitswelt der Zukunft gestaltet werden kann, muss daher auch europäisch beantwortet werden. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) will mit den EU-Partnerinnen und Partnern den Wandel bestehender Arbeitsplätze sowie die Entstehung neuer Beschäftigungsformen sozial und fair gestalten. Denn digitaler Wandel muss mit sozialem Fortschritt für die Menschen einhergehen, sodass alle vom technologischen Wandel profitieren.

Eine neue Weiterbildungskultur in Europa

Weiterbildung ist dabei zentral: Sie ist notwendig, um neue Aufgaben im Job zu bewältigen, kann neue berufliche Wege eröffnen oder hilft, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Das ist auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie von großer Bedeutung. Darum wird das BMAS während der EU-Ratspräsidentschaft das Thema berufliche Weiterbildung weiter voranbringen. Dazu sollen auf Basis der „Europäischen Agenda für Kompetenzen“ Initiativen angestoßen werden, um eine neue Weiterbildungskultur für Europa zu schaffen. Mit der „Europäischen Agenda für Kompetenzen“ werden seit 2016 zehn Maßnahmen definiert, um Menschen in der EU zu einer geeigneten Ausbildung zu verhelfen und beim Kompetenzerwerb zu unterstützen.

Künstliche Intelligenz für eine gute neue Arbeit

Bei Weiterbildung geht es auch darum, Kompetenzen zu vermitteln, die sich aus dem digitalen Wandel der Arbeitswelt ergeben – zum Beispiel den Umgang mit KI. Das BMAS setzt sich dafür ein, den KI-Einsatz in Europa verantwortungsbewusst und im Sinne der Beschäftigten zu gestalten. Konkret dürfen bestehende Schutzstandards, wie der Beschäftigtendatenschutz, durch neue Technologien nicht ausgehöhlt werden. Ganz im Gegenteil: KI soll dem Menschen dienen und beispielsweise bei körperlich anstrengenden Arbeitsbedingungen entlasten oder Routinetätigkeiten übernehmen.

Neue Arbeit gut gestalten

Zugleich entwickeln sich neue Arbeitsformen, unter anderem die Plattformarbeit. Hierbei üben Menschen Tätigkeiten auf oder über eine Internetplattform aus. Dazu zählen beispielsweise Textarbeiten, IT-Programmierung, Handwerksdienstleistungen und Essenlieferungen. Häufig sind die Beschäftigten dabei weder bei der Plattform noch beim Auftraggeber als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer tätig, sondern arbeiten als (Solo-)Selbstständige.

Die Plattformökonomie bietet viele Chancen, etwa einen erleichterten Zugang zu neuen Märkten und Kunden. Zugleich lässt diese Arbeitsform jedoch viele soziale Fragen unbeantwortet. Dazu zählen unter anderem die soziale Absicherung von solo-selbstständigen Plattformtätigen bei Krankheit oder Jobverlust und die zu Grunde liegenden Kriterien bei einer von Algorithmen gesteuerten Bewertung von Arbeitsleistungen. Daher nutzt das BMAS die EU-Ratspräsidentschaft, um die Diskussion über die faire Gestaltung neuer Arbeitsformen voranzutreiben.

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