Navigation und Service

Sie sind hier:

Zusammenarbeit der Arbeitsverwaltungen in Europa gut für die Krisenbewältigung

10. Dezember 2020

Am 7. und 8. Dezember fand online die 14. Vorstandssitzung des Netzwerks der europäischen öffentlichen Arbeits­verwaltungen (PES-Netzwerk) statt. Gastgeber des Treffens war die Bundesagentur für Arbeit, da Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Bundesminister Hubertus Heil hat die Veranstaltung eröffnet und an der Paneldiskussion teilgenommen.

Teilnehmer*innen der Vorstandssitzung des Netzwerks der europäischen öffentlichen Arbeitsverwaltungen (PES-Netzwerk).

Die Pandemie stellt auch die Arbeitsmärkte auf die Probe. In allen EU-Mitgliedstaaten sind Millionen von Beschäftigten in Kurzarbeit, Jugendliche bangen um ihre Ausbildungschancen und viele Menschen fürchten um ihr Einkommen.

Die gemeinsame Bewältigung der Krisenfolgen ist ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Bundesminister Heil zeigte sich bei der Sitzung sehr zufrieden mit der Bilanz der Initiativen der Beschäftigungs- und Sozialpolitikpolitik.

Durch die Stärkung der Jugendgarantie könnten Jugendliche nun noch besser beim Übergang in den Ausbildungsmarkt unterstützt werden. Sie sind durch die Krise stärker von Arbeitslosigkeit betroffen. Außerdem haben sich die Mitgliedstaaten auf ein Finanzinstrument geeinigt, um auch auf europäischer Ebene zu fördern, dass Arbeitsplätze trotz Krise erhalten bleiben. Dieses kann nun von den Mitgliedstaaten genutzt werden, um Kurzarbeit zu fördern. Die Arbeits- und Sozialminister*innen haben sich darüber hinaus auf eine Grundlage zur Schaffung einer gut funktionierenden Mindestsicherung verständigt.

Bundesminister Heil:

Wir haben das soziale Europa zu einem der wichtigsten Ziele unserer Präsidentschaft gemacht. Das freut mich sehr. Denn gerade in der Krise geht es darum, Menschen in Ausbildung und Beschäftigung zu halten oder zu bringen und vor Armut zu schützen. In diesen Zeiten ist die Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsverwaltungen besonders wichtig. Denn sie sind insbesondere jetzt eine wichtige Stütze für einen funktionierenden Arbeitsmarkt.

Den öffentlichen Arbeitsverwaltungen kommt bei der Krisenbewältigung und der Umsetzung der Initiativen eine zentrale Rolle zu. Gemeinsam mit Nicolas Schmit, EU-Kommissar für Beschäftigung und soziale Rechte, Johannes Kopf, Vorsitzender des Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen, und Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, betonte Bundesarbeitsminister Heil, wie wichtig die Zusammenarbeit ist, die seit 2013 im PES-Netzwerk besteht. Der regelmäßige Austausch ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Arbeitsverwaltungen in Europa voneinander lernen und gemeinsam besser werden. Der unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft verabschiedete Beschluss zur Verlängerung dieser Zusammenarbeit im PES-Netzwerk bis 2027 ist ein wichtiger Meilenstein.

Am zweiten Tag ihrer Vorstandssitzung diskutierten die Mitglieder des PES-Netzwerkes über das Arbeitsprogramm des Netzwerkes im kommenden Jahr, über die Zukunft der Arbeit sowie Digitalisierung und die Herausforderungen für die öffentlichen Arbeitsverwaltungen.

Seite teilen