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Digitale Konferenz "STOP dem Krebs am Arbeitsplatz"

16. November 2020

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin mit einer digitalen Konferenz am 9. und 10. November 2020 die Bedeutung des Schutzes vor berufsbedingten Krebserkrankungen am Arbeitsplatz hervorgehoben.

Teilnehmer der digitalen Konferenz "STOP dem Krebs am Arbeitsplatz"

Berufsbedingte Krebserkrankungen fordern in der EU rund 100.000 Menschenleben pro Jahr und sind damit die häufigste Ursache berufsbedingter Todesfälle. Die zweitägige Konferenz "STOP Cancer at Work" widmete sich diesem Thema mit einem breiten Programm von Risikobewertung, über die angemessene Verwendung von Stoffen und Stoffgruppen bis hin zur Möglichkeiten der Substitution von Gefahrstoffen. "Substitution" ist das erste Kernelement des STOP-Prinzips, das die Rangfolge von Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz festlegt. Die Konferenz fand im Rahmen der "Roadmap on Carcinogens" statt, einer freiwilligen Vereinbarung von Partner*innen in Europa, der Deutschland im November 2019 offiziell beigetreten ist.

Rund 100 aktive Teilnehmer*innen aus Industrie, Gewerkschaften, Wissenschaft und der Europäischen Chemikalienagentur haben sich intensiv über weitere Schritte zur Vorbeugung berufsbedingter Krebserkrankungen ausgetauscht. Die Fachleute waren sich einig: Zusätzlich zu den notwendigen Gesetzen und Verordnungen sind weitere Anstrengungen notwendig, um die Betriebe im Schutz ihrer Beschäftigten zu unterstützen. Die Vortragenden haben dazu Ideen und Initiativen präsentiert, wie gute Praxisbeispiele und Lösungen für alle Arbeitgeber*innen und Arbeitnehmer*innen zur Verfügung gestellt werden können.

Hierbei spielt die "Roadmap on Carcinogens", eine gemeinsame Initiative mehrerer Mitgliedstaaten sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden auf europäischer Ebene, eine wichtige Rolle. Die Roadmap stellt auf ihrer Plattform gute Lösungen und praktische Ideen zum sicheren Arbeiten mit krebserzeugenden Stoffen kostenlos für alle bereit und stand im Fokus der Konferenz. Weitere Themen der Konferenz waren die zukünftige Gestaltung der Arbeitsschutz- und Binnenmarktpolitik auf EU-Ebene sowie ihre Auswirkungen auf die Zusammenarbeit der verschiedenen betroffenen Gruppen.

Die Veranstaltung wurde aus der Energiehalle der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund übertragen. Insgesamt haben über 1.500 Zuschauer*innen aus 26 Ländern die Veranstaltung im Livestream verfolgt.

Weitere Informationen zum Thema Arbeitsschutz finden Sie hier.

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