Navigation und Service

Sie sind hier:

Expertinnen und Experten aus EU-Hauptstädten beraten über Arbeitsmarkt und Beschäftigung

18. September 2020

Auf Einladung des BMAS tagte der Beschäftigungsausschuss am 17. und 18. September. Deutschland hat bis Ende 2020 die Präsidentschaft im Rat der EU inne und lädt in dieser Rolle zu diversen Gremien ein.

EMCO Agenda

Pandemiebedingt tagte der Beschäftigungsausschuss (Employment Committee - EMCO) am 17. und 18. September auf Einladung des BMAS per Videokonferenz. Im Beschäftigungsausschuss kommen regelmäßig Expertinnen und Experten für Beschäftigung und Arbeitsmarktpolitik aus den Arbeits- und Sozialministerien der EU-Mitgliedstaaten zusammen. Der Ausschuss analysiert zum Beispiel die Lage am Arbeitsmarkt in der EU und tauscht sich über die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der Mitgliedstaaten aus. Er erstellt Berichte oder Empfehlungen, die an den Rat der Arbeitsministerinnen und Arbeitsminister übermittelt werden.

Die rund 50 Mitglieder des Beschäftigungsausschusses diskutierten aus aktuellem Anlass über die Auswirkungen der Pandemie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der EU. Dabei legten sie besonderes Augenmerk sowohl auf Unterstützung für junge Menschen als auch auf Kurzarbeitmodelle. Diese kamen und kommen in zahlreichen Mitgliedstaaten zur Anwendung, um Menschen in Arbeit zu halten, Arbeitslosigkeit zu verhindern und die Krise zu überbrücken.

Staatssekretär Schmachtenberg hob deshalb bei seiner Begrüßung des Beschäftigungsausschusses hervor:

„In Deutschland haben wir bereits mehrfach gute Erfahrungen mit Kurzarbeit gemacht, um Krisenfolgen abzumildern. Deshalb hat die Bundesregierung erst diese Woche im Kabinett beschlossen, das Kurzarbeitergeld zu verlängern und sinnvoll mit Weiterbildungsmaßnahmen zu verbinden. Ich begrüße ganz besonders, dass die EU-Kommission in der Pandemie entschlossen und schnell reagiert hat und mit dem europäischen Kurzarbeitinstrument SURE die Bemühungen der Mitgliedstatten flankiert.“

Später diskutierte der Beschäftigungsausschuss noch seinen jährlichen Beschäftigungsbericht und die daraus folgenden Kernbotschaften. Die Vorsitzende des Ausschusses für Beschäftigung, Ilze Zvidrina aus Lettland, stellte abschließend fest:

„Wir begrüßen, dass die deutsche Ratspräsidentschaft den Schutz von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern oben auf die Agenda gesetzt hat. Die Pandemie ist eine schwere Bewährungsprobe für Beschäftigung und Arbeitsmarkt überall in der EU. Deshalb ist es so wichtig, dass die EU-Mitgliedstaaten auch über gemeinsame europäische Antworten sprechen.“
(„We welcome that the protection of workers and employees is at the top of the agenda of the German Presidency. The Pandemic is a serious challenge for employment and the labour market across the EU. This is why it is important, that the EU-Member States discuss joint European answers. “)

Seite teilen