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Digitalisierung

ESF- und Bundesprogramm "Zukunftszentren"

Der demografische und digitale Wandel verändert die Arbeitswelt und den Arbeitsmarkt nachhaltig. Lernende Systeme und Künstliche Intelligenz (KI) sind im beruflichen Alltag - mal mehr, mal weniger bewusst - angekommen, doch die Einführungsprozesse verlaufen häufig nicht linear, sondern iterativ. Die Digitalisierung verändert Berufe auf der Tätigkeitsebene und damit verknüpfte Kompetenz- und Qualifizierungsprofile. Der Schwerpunkt der "Zukunftszentren" liegt daher auf der Befähigung von Unternehmen, und deren Beschäftigten sowie von (Solo-)Selbstständigen, den digitalen Wandel - auch im Hinblick auf KI - zu gestalten. Mit den "Zukunftszentren" legt das BMAS den Fokus darauf, kleine und mittelständische Unternehmen zu beraten und zu vernetzen sowie innovative Konzepte zur Weiterbildung im Betrieb zu entwickeln und erproben. Weiterhin sollen Einführungs- und Anwendungsprozesse von digitalen Technologien und KI-basierten Systemen partizipativ, das heißt gemeinsam mit den Beschäftigten, gestaltet werden.

Da Ostdeutschland in besonderem Maße mit den Herausforderungen des demografischen und digitalen Wandels konfrontiert ist, wurde dort zunächst das ESF-Förderprogramm "Zukunftszentren" etabliert. Die ESF-geförderten "Regionalen Zukunftszentren" und das übergeordnete "Zentrum digitale Arbeit" haben Ende 2019 ihre Arbeit aufgenommen. Das "Haus der Selbstständigen" startete seinen Betrieb Mitte 2020. Hier finden Sie weitere Informationen zum ESF-Programm.

Damit Unternehmen und ihre Beschäftigten deutschlandweit Unterstützung im digitalen Wandel erhalten können, fördert das BMAS mit weiteren Bundesmitteln "Zukunftszentren" auch in Westdeutschland und Berlin. So entstehen im gesamten Bundesgebiet "Regionale Zukunftszentren", um direkt in Unternehmen innovative und zukunftsfähige Arbeits- und Lernprozesse zu gestalten. Die weiteren "Regionalen Zukunftszentren" sowie das übergeordnete "KI-Wissens- und Weiterbildungszentrum" sind im 2. Quartal 2021 an den Start gegangen. Hier finden Sie weitere Informationen zum Bundesprogramm.

ESF-Bundesprogramm "Zukunftszentren"

Digitaler und demografischer Wandel in Ostdeutschland

Die rapide voranschreitende Digitalisierung und der zunehmend spürbare demografische Wandel verändern unsere Arbeitswelt gravierend. Dies bietet gerade für kleine und mittlere Unternehmen neue Chancen und Wachstumsaussichten. Gleichzeitig besteht ein enormer Anpassungsdruck. In besonderem Maße und schon deutlich früher sind die ostdeutschen Bundesländer mit den Herausforderungen des demografischen und digitalen Wandels konfrontiert gewesen. Viele gut ausgebildete junge Leute sind in die alten Bundesländer gezogen. In den kommenden Jahren gehen außerdem zahlreiche ältere Menschen in den Ruhestand. Hier stellt sich die Frage: Wie können Unternehmen und Beschäftigte sowie Selbstständige dabei unterstützt werden, diese Wandlungsprozesse zu meistern? Genau an dieser Stelle kommen die "Zukunftszentren" ins Spiel.

Ein ganzheitlicher Ansatz

Mit dem ESF-Bundesprogramm "Zukunftszentren" werden mit innovativen Konzepten zur Weiterbildung im Betrieb beispielsweise digitale Kompetenzen in Unternehmen gefördert. Denn Digitalisierung verändert die Tätigkeiten und Anforderungen in allen Berufen.

Die "Zukunftszentren" verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz: Sie richten sich sowohl an Unternehmen und ihre Beschäftigten als auch an Selbstständige, insbesondere Solo-Selbstständige. Für den Aufbau der Zentren ist die Expertise der Akteure und Netzwerke in den Regionen entscheidend. Die Menschen in Ostdeutschland haben eine besondere Transformationskompetenz: Sie haben schon einmal einen tiefgreifenden Umbruch erfolgreich bewältigt. Hieran gilt es anzuknüpfen. In jedem ostdeutschen Bundesland wurde ein "Regionales Zukunftszentrum" eingerichtet, um die unterschiedlichen Bedarfe der Regionen und Branchen differenziert in den Blick zu nehmen. Ein übergeordnetes "Zentrum digitale Arbeit" bündelt das Wissen und sorgt für einen bundesweiten Austausch.

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Struktur der Zukunftszentren

Die In­fo­gra­fik des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ar­beit und So­zia­les ver­an­schau­licht die fünf "Regionalen Zukunftszentren" in den ostdeutschen Bundesländern, ein überregionales "Zentrum digitale Arbeit" sowie ein "Haus der Selbständigen".

Folgende Träger setzen jeweils mit Projektpartnern die "Regionalen Zukunftszentren" um:

Das "Zentrum digitale Arbeit" wird federführend von ARBEIT UND LEBEN Sachsen e.V. betrieben. Hier gelangen Sie zu den Projektsteckbriefen.

Im Rahmen einer "Kick off"-Veranstaltung am 25. November 2019 in Leipzig hat das BMAS gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr den Startschuss für die Zukunftszentren gegeben. Hier finden Sie weitere Informationen über die Veranstaltung.

Mit dem "Haus der Selbstständigen", welches seit Mai 2020 federführend von der INPUT Consulting gGmbH umgesetzt wird, werden Informationen zur Gründung von Interessenvertretungen und zu selbstregulierenden Verfahren bereitgestellt mit dem Ziel, die Vergütungssituation, Arbeitsbedingungen und soziale Sicherung von Solo-Selbstständigen und Plattformbeschäftigten zu verbessern.

Die zunächst bis zum 30. Juni 2022 beabsichtigte Förderung der "Zukunftszentren" wurde bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Zusätzlich wurden die "Regionalen Zukunftszentren" mit einem sog. KI-Einführungsmodul ausgestattet. Finanziert wird das Programm "Zukunftszentren" aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie teilweise aus Landesmitteln kofinanziert. Bis Dezember 2022 stehen für die "Zukunftszentren" knapp 42 Millionen Euro zur Verfügung.

Hier finden Sie die Förderrichtlinie vom 7. März 2019 sowie die Neufassung der Förderrichtlinie vom 16. Oktober 2020. Des weiteren finden Sie hier Informationen über die Förderrichtlinien des Programms Zukunftszentren.

Arbeitspolitische Jahrestagungen des Zentrum digitale Arbeit in Kooperation mit dem BMAS

Um die Herausforderungen des demografischen Wandels und der fortschreitenden Digitalisierung für KMU und ihre Beschäftigten in den Mittelpunkt zu stellen, führt das "Zentrum digitale Arbeit" in Kooperation mit dem BMAS regelmäßig eine Arbeitspolitische Jahrestagung durch.

Die 2. Jahrestagung trug den Titel "Mit neuen Kompetenzen in die Arbeitswelt von morgen" und fand am 22. Juni 2021 statt. Hier finden Sie weitere Informationen und einen Videorückblick zur Veranstaltung.

Die 1. Jahrestagung fand am 27. Oktober 2020 unter dem Motto "Arbeit im Umbruch – den Wandel gestalten" statt. Hier finden Sie weitere Informationen und einen Videorückblick zur Veranstaltung.

Bundesprogramm "Zukunftszentren (KI)"

Die Digitalisierung hat in der Corona-Pandemie eine weitere Beschleunigung erfahren. Dieser Wandel kann für Unternehmen neue Chancen und Wachstumsaussichten ermöglichen. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung Berufe und Anforderungen an die Beschäftigten. Damit kleine und mittelständische Unternehmen und ihre Beschäftigten vor Ort Unterstützung im digitalen Wandel finden können, fördert das BMAS mit weiteren Bundesmitteln Zukunftszentren in Westdeutschland und Berlin.

Auswahlverfahren

Die Förderrichtlinie für das Programm wurde am 18. August 2020 veröffentlicht. Bis zum 30. September 2020 konnten sich interessierte Organisationen für die Trägerschaft eines "Regionalen Zukunftszentrums" und/oder des übergeordneten "KI-Wissens- und Weiterbildungszentrums" bewerben. Die große Anzahl eingereichter Interessenbekundungen zeigt einmal mehr, dass die Digitalisierung stetig wachsende Bedeutung insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen und ihre Beschäftigten in Deutschland erlangt. Diese gemeinsam mit Beschäftigten co-kreativ, partizipativ und für alle Seiten gewinnbringend einzuführen, ist ein zentrales Ziel. Kleine und mittelständische Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit in den großen Veränderungsprozessen zu erhalten und zu steigern.

Hier finden Sie die Richtlinie vom 10. August 2020 und weitere Informationen zum Bundesprogramm "Zukunftszentren (KI)".

Die "Zukunftszentren" haben ihre Arbeit zum Ende des 1. Quartals und teilweise zu Beginn des 2. Quartals aufgenommen. Folgende Träger setzen jeweils mit Projektpartnern die "Regionalen Zukunftszentren" um:

Für das übergeordnete "KI-Wissens- und Weiterbildungszentrum" wurde das Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH ausgewählt.

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Karte Regionale Zukunftszentren

Die In­fo­gra­fik "Regionale Zukunftszentren in Westdeutschland und Berlin" des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ar­beit und So­zia­les ver­an­schau­licht die Unterstützung des übergeordneten KI-Wissens- und Weiterbildungszentrum (KWW) aller westdeutschen Bundesländer und Berlin.

Die "Zukunftszentren" haben ihre Arbeit im Laufe des 2. Quartals 2021 aufgenommen.

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Struktur und Aufgaben der Zukunftszentren

Die In­fo­gra­fik "Struktur und Aufgaben der Zukunftszentren" des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ar­beit und So­zia­les ver­an­schau­licht die Aufgaben der fünf regionalen Zukunftszentren Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen Anhalt, Sachsen und Thüringen.

Neben der Generierung von Wissen und der Analyse regionaler und branchenspezifischer Bedarfe zählen Zukunftsberatung sowie Entwicklung und Erprobung innovativer Qualifizierungen für den digitalen Wandel zu ihren Aufgaben. Dabei befinden sie sich im stetigen Austausch mit dem "Zentrum digitale Arbeit" und dem "Haus der Selbständigen". Das "Zentrum digitale Arbeit" vereint den Think-Tank "Wandel der Arbeitswelt", Wissenstransfer und die Koordinierung der Regionalen Zukunftszentren unter seinem Dach, das "Haus der Selbständigen" ist für die Think-Tank-Plattformbeschäftigung zuständig, sammelt und bündelt Informationen zu Interessensvertretung und Selbstregulierung und dient gleichzeitig als zentrale Ombudsstelle. Dabei fungiert es auch als Lotse zu weiteren Beratungsangeboten.

Finanziert wird das Programm aus Mitteln der KI-Strategie und zusätzlichen Bundesmitteln. Bis Dezember 2022 stehen für die "Zukunftszentren (KI)" mehr als 34 Millionen Euro bereit. Damit wird eine Maßnahme der KI-Strategie umgesetzt.

"KI-Wissens- und Weiterbildungszentrum"

Ein übergeordnetes "KI-Wissens- und Weiterbildungszentrum" unterstützt die "Regionalen Zukunftszentren", indem es länderübergreifendes Forschungswissen zu menschenzentrierten KI-Systemen aufbereitet und sowohl den Regionen als auch der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Zugleich arbeitet es eng mit den relevanten Stakeholdern zusammen und trägt auch zur Sensibilisierung der Nutzung von KI-Systemen bei, bei dem immer der Mensch im Mittelpunkt steht.

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Bundesprogramm Zukunftszentren (KI)

Die In­fo­gra­fik "KI-Wissens- und Weiterbildungszentrum" des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ar­beit und So­zia­les ver­an­schau­licht die Aufgabenfelder des KI-Wissens.und Weiterbildungszentrums. Neben dem Aufbau des Wissenspools zu menschenzentrierten KI-Systemen stehen Aufbau und Vernetzung zur Koordinierung der Regionalen Zukunftszentren und Zusammenarbeit mit den Stakeholdern sowie Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Mittelpunkt.

Regionale Zukunftszentren in Westdeutschland und Berlin

Mit den Regionalen Zukunftszentren wurde eine möglichst bundesweite Abdeckung erreicht. Durch länderübergreifend aufgestellte und agierende Zukunftszentren werden Unternehmen in allen westdeutschen Bundesländern und Berlin erreicht.

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