Navigation und Service

Sie sind hier:

Allianz für Aus- und Weiterbildung 2015 - 2018

30. August 2016

Eine Auszubildende und der Meister arbeiten gemeinsam an einer Maschine.

Am 12. Dezember 2014 haben Bundesregierung, Spitzenverbände der Wirtschaft, Gewerkschaften, Länder und Bundesagentur für Arbeit die Allianz für Aus- und Weiterbildung geschlossen, die den bisherigen Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs ("Ausbildungspakt") ablöst. 

Die Partner der neuen "Allianz" wollen gemeinsam die berufliche Bildung stärken. Jedem ausbildungsinteressierten Menschen soll ein Pfad aufgezeigt werden, der ihn frühestmöglich zu einem Berufsabschluss führen kann. Die betriebliche Ausbildung hat dabei klaren Vorrang. Bund, Wirtschaft, Gewerkschaften und Länder haben sich in der "Allianz" zu konkreten Beiträgen verpflichtet, um diese Ziele zu realisieren.

Die Allianzpartner haben sich darauf verständigt, die Assistierte Ausbildung als neues Instrument anzubieten. Auf Initiative von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat der Deutsche Bundestag darauf hin die Schaffung des Instrument Assistierte Ausbildung ab 1. Mai 2015 befristet bis zum Ausbildungsjahrgang 2018/2019, somit für vier Eintrittskohorten, beschlossen. Durch Assistierte Ausbildung sollen mehr benachteiligte junge Menschen zu einem erfolgreichen Abschluss einer betrieblichen Berufsausbildung im dualen System geführt werden. Auch für junge Menschen, die bisher nur außerbetrieblich ausgebildet werden konnten, bietet die Assistierte Ausbildung neue betriebliche Perspektiven.

Zudem wurde der Kreis der jungen Menschen erweitert, die mit ausbildungsbegleitenden Hilfen gefördert werden können. Ausbildungsbegleitende Hilfen bieten Auszubildenden während einer betrieblichen Berufsausbildung Unterstützung zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten und zur Förderung der Fachtheorie. Konnten bislang primär benachteiligte junge Menschen unterstützt werden, stehen ausbildungsbegleitende Hilfen seit dem 1. Mai 2015 jedem offen, der sie benötigt.

Mit Assistierter Ausbildung und mehr ausbildungsbegleitenden Hilfen kann der Bund junge Menschen bei ihrer betrieblichen Berufsausbildung im dualen System jetzt breiter unterstützen. Auch Betriebe können über die Assistierte Ausbildung Unterstützung erhalten.

Die Wirtschaft will jährlich 500.000 Praktikumsplätze zur Berufsorientierung zur Verfügung stellen. Sie hat zugesagt, jedem vermittlungsbereiten Jugendlichen, der bis zum 30. September noch keinen Platz gefunden hat, drei Angebote für eine betriebliche Ausbildung zu machen. Die Länder werden zusammen mit dem Bund den Übergang von der Schule in den Beruf umgestalten. Auch an Gymnasien soll künftig noch stärker über die duale Ausbildung als gleichwertige Alternative zum Studium informiert werden. Alle "Allianz"-Partner wollen sich zudem in eine gemeinsame Kampagne einbringen, mit der sie bundesweit für die berufliche Bildung werben.

In zehn Arbeitsschwerpunkten wollen die Partner auch in den kommenden Jahren weitere Akzente setzen. Dazu gehört beispielsweise, für einheimische wie geflüchtete Menschen ein breites Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen sicherzustellen, den Ausbildungspfad weiter zu stärken und die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt anzugehen.

Al­li­anz für Aus- und Wei­ter­bil­dung

Aktuelle Informationen finden Sie im Internetangebot der Allianzpartner.

Ge­mein­sam für Per­spek­ti­ven von Flücht­lin­gen

Erklärung der Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung vom 18. September 2015