Navigation und Service

Logo: Bundesministerium für Arbeit und Soziales - Führt zur Startseite

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Symposium „REACH und Arbeitsschutz“

Zwei Chemiker arbeiten im Labor mit verschiedenen Flüssigkeiten. © iStockphoto

Beim Symposium „REACH und Arbeitsschutz“ haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, der Bundesverband der Deutschen Industrie und der Verband der Chemischen Industrie am 10. November eine aktuelle Bestandsaufnahme der REACH-Verordnung im Hinblick auf den Arbeitsschutz vorgenommen. Mit der REACH-Verordnung wurde das europäische Chemikalienrecht 2007 völlig neu gestaltet.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Gerd Hoofe, unterstrich in seiner Eröffnungsrede, dass die Auswirkungen von REACH im besonderen Maße den Arbeitsschutz betreffen und daher das BMAS für die Umsetzung mitverantwortlich sei.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen der Transfer von Sicherheitsinformationen zu Chemikalien in der Lieferkette, das sogenannte Sicherheitsdatenblatt, und das Thema Luftgrenzwerte für Arbeitsstoffe, insbesondere für krebserzeugende.

Derzeit gibt es noch ungelöste Aufgaben aufgrund der REACH-Verordnung. So wurde die Frage behandelt, wie die neu gewonnenen Stoffinformationen so zusammengefasst werden können, dass sie mit vertretbarem Aufwand genutzt werden können. Die Fülle der zu übermittelnden Informationen macht die Datenblätter schwer handhabbar.

Beim Thema Grenzwerte stießen die Beiträge zu Risiko basierten Luftgrenzwerten für Krebs erzeugende Stoffe auf besonderes Interesse. Hier hat der deutsche Ausschuss für Gefahrstoffe ein Konzept für einen besseren Arbeitnehmerschutz erarbeitet. Das Konzept korreliert erstmals durchgängig die Luftkonzentration eines Krebsstoffs mit dem Risiko für denjenigen, der dem Stoff in dieser Konzentration ausgesetzt ist. Es wurde deutlich, dass dieses Konzept auch geeignet sein kann, beim Zulassungsverfahren nach der REACH-Verordnung zum Einsatz zu kommen.

Aus Sicht des Arbeitsschutzes wurde besonders begrüßt, dass die Zahl der Chemikalien, für die Grenzwerte vorhanden sind, durch REACH deutlich steigt. Allerdings wurde als Problem erkannt, dass die von den Unternehmen abgeleiteten Grenzwerte für einen einzelnen Stoff voneinander abweichen können. Auch hier wurden Lösungsvorschläge diskutiert.

Das europäische Chemikalienrecht wurde mit Inkrafttreten der sogenannten REACH-Verordnung (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) im Jahr 2007 völlig neu gestaltet. Danach sollen mit einem umfassenden Ansatz in der EU mehr Informationen zu sicherheitsrelevanten Eigenschaften vermarkteter Chemikalien gewonnen werden und darauf aufbauend die Verwendung dieser Chemikalien zugunsten von Arbeitnehmern, Verbrauchern und der Umwelt sicherer gemacht werden.

An dem Symposium nahmen mehr als 200 Personen teil, überwiegend Produktsicherheits- und Arbeitsschutz-Experten aus Industrieunternehmen, außerdem Hersteller von Chemikalien und deren Verwender, sowie Vertreter der Vollzugsbehörden. Für 2012 ist eine weitere Veranstaltung geplant.

Stand: 10.11.2011

Optionen zum Weiterempfehlen und Drucken des angezeigten Inhalts.

Diese Seite empfehlen

Diese Seite drucken

Zusatzinformationen

 
Logo der Wanderausstellung

Wanderausstellung "Yes, we‘re open!" vom 04.07. bis 13.08. in Koblenz.