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Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Sabbatical

Eine Sonderform des Teilzeit Invest

Geschäftsmann sitzt im Park und isst einen Apfel

Flexible Arbeitszeitmodelle liegen im Trend. Hinter den innovativen Arbeitszeitkonzepten steht beim Arbeitgeber häufig das Bestreben, Mitarbeiter zu motivieren und an das Unternehmen zu binden. Die Ein- und Durchführung solcher Konzepte erfordern eine gründliche Vorbereitung, insbesondere bei dem Modell Teilzeit invest oder Sabbatical.

Das Wort "Sabbatical" (oder Sabbatjahr) wurde schon im alten Testament erwähnt und umschrieb damals das einjährige Ruhen lassen des Feldes nach sechs Jahren Bewirtschaftung. Auch in der modernen Arbeitswelt spielt das Thema wieder eine Rolle. Es kann nun ein gewisser Teil der Arbeitszeit angespart werden, der dann in einer längeren, bezahlten Urlaubsperiode umgesetzt wird.

Beispiel: 30Std./Woche sind vereinbart, tatsächlich werden aber 40Std./Woche gearbeitet. In diesem Modell ist es möglich, schon nach drei Jahren ein Jahr Auszeit zu nehmen und mit neuer Motivation und neuen Ideen an den Arbeitsplatz zurück zu kehren.

Ergebnisse der Befragung zum Thema Sabbatical (2001)

**Bei den Arbeitnehmern ist der Gedanke an ein Sabbatical beliebt. 35 Prozent der befragten Arbeitnehmer verbinden es mit einer Reise oder einem längeren Urlaub. 64 Prozent der Befragten wollen die Zeit für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen, das Schreiben eines Buches oder für den Hausbau nutzen. Dabei wünschen sich 19% eine Auszeit von bis zu drei Monaten, 36% eine Auszeit von bis zu sechs Monaten und gar 39% eine Auszeit von bis zu zwölf Monaten Dauer.

**Anders als bei den Arbeitnehmern genießt dieses Teilzeit-Modell bei Arbeitgebern eine geringere Attraktivität. Nur jeder fünfte Personalverantwortliche glaubt, dass die Arbeitnehmer nach der Auszeit vom Job motivierter ans Werk gehen. Sogar 56% der befragten Personalchefs befürchten Integrationsprobleme bei der Wiedereingliederung in den Beruf.

**Möglicherweise liegt es auch daran, dass nur sechs Prozent der Unternehmen ihre Arbeitnehmer umfassend auf den Aus- wie Wiedereinstieg vorbereiten. Dies hat zur Folge, dass bei 40% der Arbeitnehmer die Befürchtung vorherrscht, dass ihre Position bei ihrer Rückkehr von einem Kollegen besetzt und die Karriere vorerst ins Stocken geraten sein könnte.

Stand: 24.05.2006

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