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Fortschrittsreport "Altersgerechte Arbeitswelt" des BMAS

28. Juli 2015

Titelbild der vierten Ausgabe des Fortschrittsreports „Altersgerechte Arbeitswelt“.

Der demografische Wandel verändert Deutschland tiefgreifend. Wir werden älter und wir werden weniger. Zunehmend wird deutlich, dass die neu ins Berufsleben eintretenden jüngeren Jahrgänge schwächer besetzt sind als die älteren, die in Rente gehen. Daher droht Fachkräftemangel, der sich in einigen Branchen bereits heute abzeichnet.

Weiterbildung der Beschäftigten hilft den Unternehmen bei der Fachkräftesicherung und stärkt sie im internationalen Wettbewerb. Zunehmend spielen dabei auch ältere Beschäftigte eine Rolle, denn die Belegschaften altern und es kommen nicht ausreichend junge Menschen nach. Wer fachlich auf dem neusten Stand ist, hat bessere Karrierechancen und eine größere Arbeitsplatzsicherheit. Zudem bedeutet Weiterbildung für ältere Beschäftigte nicht nur ein Mehr an Qualifikation, sondern auch Anerkennung und Wertschätzung.

Der vierte Fortschrittsreport "Altersgerechte Arbeitswelt" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales fasst den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung sowie Praxisbeispiele aus der Wirtschaft zum Thema "Lebenslanges Lernen und betriebliche Weiterbildung" zusammen.

Der vierte Fortschrittsreport zeigt:

  • Die Unternehmen haben ihre Weiterbildungsanstrengungen in den letzten Jahren verstärkt. Mehr als jeder zweite Betrieb in Deutschland bietet Weiterbildungsmaßnahmen für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an, darunter fast jeder Großbetrieb ab 250 Beschäftigten.
  • Bei der Qualifikation im Betrieb hat mittlerweile ein Umdenken eingesetzt: Lange Zeit dachten die Betriebe dabei meist nur an die Jüngeren. Inzwischen bemüht sich jeder zweite Großbetrieb um die Einbeziehung Älterer in die Weiterbildung.
  • Doch es besteht noch erhebliches Potenzial - insbesondere bei den Betrieben kleiner und mittlerer Größe gibt es größere Defizite, wenn es um Weiterbildungsmaßnahmen geht, die speziell auf Ältere zugeschnitten sind.
  • Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zeigt sich: Von der langfristig gestiegenen Weiterbildungsbeteiligung haben insbesondere Ältere profitiert. Seit 1979 hat sich die allgemeine Weiterbildungsbeteiligung der 50- bis 64-Jährigen nahezu vervierfacht.
  • In der betrieblichen Weiterbildung sind ältere Beschäftigte jedoch immer noch unterrepräsentiert. So nehmen 47 % der 35- bis 49-Jährigen an entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen teil, aber nur 42 % der 50- bis 64-Jährigen.

Die Chancen für mehr Weiterbildung Älterer in Deutschland stehen insgesamt gut: Die älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind heute besser ausgebildet als je zuvor. Hierauf kann aufgebaut werden. Vor allem die Unternehmen sind gefordert, aktiv zu werden und Weiterbildungsangebote zu unterbreiten. Denn Qualifizierung und Weiterbildung zahlen sich nicht nur für den einzelnen Mitarbeiter aus, sondern vor allem auch für den Betrieb. Er gewinnt an Fachwissen, Produktivität und Innovationskraft.

Das BMAS berichtet mit dem Fortschrittsreport regelmäßig über Entwicklungen und Fortschritte bei der Schaffung einer altersgerechten Arbeitswelt. Der Fortschrittsreport wird hier als PDF-Dokument eingestellt.

Fort­schritts­re­port Ar­chiv

Alle bisher erschienen Fortschrittsreports im PDF-Format in chonologischer Reihenfolge.