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BMAS stärkt Sozialpolitikforschung

29. Mai 2017

Fördermittel für Professuren, Nachwuchsgruppen und Projekte bewilligt

Sitzgruppe in einer Bibliothek aus der Vogelperspektive.
Quelle:  iStock

Das BMAS unterstützt im Rahmen des Fördernetzwerks Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) neue Ansätze in der wissenschaftlichen Erforschung sozialpolitischer Themen. In einer ersten Förderrunde werden mit Mitteln aus dem BMAS-Etat vier neue Professuren, vier Nachwuchsforschungsgruppen und sechs Forschungsprojekte gefördert.

Die ersten Projekte und Nachwuchsgruppen haben ihre Arbeit aufgenommen, alle weiteren und die Professuren an vier deutschen Hochschulen werden in den kommenden Monaten folgen – die letzten sollen bis April 2018 berufen werden.

Die nun abschließend auf Grundlage des Votums des wissenschaftlichen FIS-Beirats ausgewählten Anträge zur Förderung von Professuren werden im Einzelnen zu folgenden Themen eingerichtet:

  • Professur "Digitalisierung der Arbeitswelt" (Technische Universität Berlin, voraussichtlich ab Oktober 2017)
  • Professur "Lebenslauforientierte Sozialpolitik" (Universität Bremen, voraussichtlich ab April 2018)
  • Professur "Kommunale Sozialpolitik" (Technische Hochschule Köln, voraussichtlich ab April 2018)
  • Professur zum Thema Sozialpolitik und Ungleichheit (Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin, voraussichtlich ab April 2018).

Bei der Förderung der Professuren durch das BMAS handelt es sich um fünfjährige Anschubfinanzierungen, die von den Universitäten anschließend für mindestens weitere fünf Jahre finanziert werden. Die Universität Bremen und die Humboldt-Universität zu Berlin haben bereits zugesagt, die Professuren nach der fünfjährigen Anschubfinanzierung ohne Zeitbegrenzung fortzuführen. Die Förderung umfasst alle notwendigen Sach- und Personalmittel.

Zum Hintergrund:

Das BMAS hat Anfang 2016 begonnen, das FIS aufzubauen. Ziel ist es, die Bedeutung der Sozialpolitikforschung in Deutschland zu unterstützen und einem festgestellten Rückgang der Sozialpolitikforschung entgegenzuwirken. Durch und über das FIS sollen vielversprechende interdisziplinäre Ansätze in der Sozialpolitikforschung gefördert und neue Dialogformate für Wissenschaftler, Forschende, Lehrende und Praktiker geschaffen werden. Auf diese Weise sollen auch neue Möglichkeiten für einen inhaltlichen Austausch zwischen Wissenschaft und Politik entstehen.

Wesentliche Meilensteine bislang waren die Veranstaltung eines großen Workshops zum Thema "Sozialpolitikforschung in der Krise? Stand und Perspektiven", die Einberufung eines interdisziplinären wissenschaftlichen Beirats, die Veröffentlichung einer Förderrichtlinie sowie, darauf aufbauend, Förderbekanntmachungen für Stiftungsprofessuren, Nachwuchsgruppen und Forschungs- und Vernetzungsprojekte. Für den 29. August 2017 ist das erste FIS-FORUM in Berlin geplant, das dem fachlichen Austausch zwischen den FIS-geförderten Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftlern und dem BMAS dienen soll. Darüber hinaus versteht sich das FIS-FORUM als Rahmen für Diskussionen darüber, wie die institutionellen Grundlagen der Sozialpolitikforschung in Deutschland weiterentwickelt und gestärkt werden können.

Die Gesamtförderung seitens des BMAS rund um dieses Vorhaben beläuft sich in den nächsten fünf Jahren zunächst auf rund 10 Millionen Euro.

Weitergehende Informationen über das Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung, die geförderten Professuren, Projekte und Netzwerke sowie die Veranstaltungen finden Sie unter www.fis-netzwerk.de.