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Arbeiten 4.0-Sofortprogramm unternehmensWert:Mensch plus gestartet

14. September 2017

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt kleine und mittlere Unternehmen mit dem ESF-Förderprogramm unternehmensWert:Mensch plus dabei, die digitale Transformation in ihrem Betrieb innovativ zu gestalten.

Mann mit Laptop.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind beim Thema Digitalisierung noch zurückhaltend. Das zeigt etwa die Unternehmensbefragung 2017 der Förderbank KfW. Während 80 Prozent der Großunternehmen in den nächsten zwei Jahren Digitalisierungsvorhaben eingeplant haben, sind es bei kleinen Unternehmen nicht einmal 30 Prozent. Schwierigkeiten liegen u. a. bei der Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation. Dabei führt die Digitalisierung zu tiefgreifenden Veränderungen in fast allen Branchen, vom Handwerksbetrieb über den Einzelhandel bis zum IT-Unternehmen.

Hier setzt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit der neuen Programmlinie des Europäischen Sozialfonds (ESF) namens unternehmensWert:Mensch plus (uWM plus) an, die am 14. September 2017 gestartet ist. Diese unterstützt KMU dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Gestaltung der digitalen Transformation in Lern- und Experimentierräumen zu erproben. Lern- und Experimentierräume sollen KMU dabei fördern, Innovationsprozesse in Gang zu setzen. Dabei kann es beispielsweise um Angebote zum mobilen Arbeiten, neue Arbeitszeitmodelle oder den Einsatz von digitalen Assistenzsystemen gehen.

Das bis 2020 laufende Förderprogramm entstand aus dem Dialogprozess Arbeiten 4.0 und ist mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit verbunden, die vom BMAS initiiert und von den Sozialpartnern getragen wird. Es bildet einen Teil des Gesamtkonzeptes zu Lern- und Experimentierräumen, das Bundesministerin Andrea Nahles im Juni 2017 vorstellte.

KMU mit weniger als 250 Beschäftigten und 50 Millionen Euro Jahresumsatz können in einer kostenfreien Erstberatung klären, ob eine Förderung möglich ist. Es werden bis zu 12 Beratungstage gefördert; die Förderquote beträgt 80 %.

Weitere Informationen: unternehmensWert:Mensch plus.

Über 2.700 Unternehmen bisher beraten

Das Förderprogramm unternehmensWert:Mensch hat bislang mehr als 2.700 Unternehmen erreicht. Mit über 100 Erstberatungsstellen und mehr als 1.500 autorisierten Prozessberaterinnen und Prozessberatern aus dem gesamten Bundesgebiet bietet es eine umfassende Beratung und individuelle Lösungen für KMU. Gefördert wird unternehmensWert:Mensch durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds.

www.inqa.de

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