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Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss

1. August 2017

Schüler in der Schule schreiben in Hefte
Quelle:  iStockPhoto

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) arbeitet auf dem Gebiet "Übergang Schule/Beruf" im Rahmen der Initiative "Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss" eng mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen. Ziel der Initiative ist es, junge Menschen auf ihrem Weg von der Schule ins Berufsleben zu unterstützen. Jeder ausbildungsreife und ausbildungswillige Jugendliche soll möglichst bis zum Ausbildungsabschluss geführt werden.

Grundidee der Initiative Bildungsketten ist eine Verantwortungsgemeinschaft von Bund, Ländern und der Bundesagentur für Arbeit (BA) beim Weg junger Menschen von der Schule in den Beruf. Im Rahmen der Initiative Bildungsketten streben BMBF und BMAS dazu gemeinsam mit der BA den Abschluss einer Bund-Länder-BA-Vereinbarung mit jedem der 16 Länder an.

Ziel dieser Vereinbarungen ist ein gemeinsames, aufeinander abgestimmtes Maßnahmenbündel für den Übergang Schule-Ausbildung-Beruf. Gemeinsam mit den Ländern setzt sich der Bund dafür ein, erfolgreiche Förderinstrumente zu einem ganzheitlichen und in sich stimmigen Fördersystem zur Berufsorientierung und im Übergangsbereich zu verzahnen. Um regionale Anforderungen und die föderale Aufgabenverteilung zu berücksichtigen, sollen mit einer Bundesförderung die Weiterentwicklung und Einführung von Landeskonzeptionen unterstützt und Bundesinstrumente und Landeskonzeptionen aufeinander abgestimmt werden.

Das BMAS bringt wichtige Maßnahmen in die Initiative ein

In der laufenden Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF) 2014 - 2020 wird die Berufseinstiegsbegleitung für fünf Jahrgangskohorten je zur Hälfte aus dem Bundes-ESF und aus dem Haushalt der BA finanziert. Um eine engere Vernetzung der Maßnahmen des Übergangsbereichs zu erreichen, ist die Berufseinstiegsbegleitung dabei vollständig Teil der Initiative Bildungsketten geworden. Das ESF-Bundesprogramm Berufseinstiegsbegleitung ist mit knapp einer Milliarde Euro Gesamtvolumen das finanzstärkste Programm, das der Bund in der Förderperiode 2014 - 2020 auflegt.

Mit der Assistierten Ausbildung hat das BMAS als Beitrag zur Allianz für Aus- und Weiterbildung befristet ein neues Instrument für eine individuelle und kontinuierliche Unterstützung der betrieblichen Berufsausbildung insbesondere von benachteiligten jungen Menschen geschaffen. Mit ihm können auch die jeweiligen Ausbildungsbetriebe organisatorisch und zur Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses unterstützt werden. Die Abstimmung mit Länderkonzeptionen im Übergangsbereich ist ebenfalls Gegenstand der Initiative Bildungsketten.

Weitere wichtige Themen sind Berufsorientierungsmaßnahmen für schwerbehinderte junge Menschen und die Einführung von Jugendberufsagenturen.

Mit acht Bundesländern wurde bereits eine Vereinbarung im Rahmen der Initiative Bildungsketten geschlossen. Weitere fünf Vereinbarungen werden voraussichtlich bis Ende 2017 unterzeichnet werden.

Bund-Län­der-Ver­ein­ba­run­gen zur In­itia­ti­ve Bil­dungs­ket­ten

"Ju­gend­li­che stär­ken – Über­gän­ge schaf­fen – Zu­kunft ge­stal­ten"

Mit der Initiative Bildungsketten werden junge Menschen seit 2010 erfolgreich unterstützt, den Übergang von der Schule in den Beruf zu meistern. Auf der Konferenz "Jugendliche stärken – Übergänge schaffen – Zukunft gestalten" zogen die Bundesministerinnen Johanna Wanka und Andrea Nahles Bilanz.